Starkes Erdbeben (Magnitude 6.2) vor der Küste Mittelamerikas – Leichte Schäden in Nicaragua und Honduras

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Das aktuellste Update befindet sich am Ende des Berichtes

Vor wenigen Minuten um 10.37 Uhr MEZ traf ein starkes Erdbeben die Pazifikküste von Mittelamerika. Nach ersten Angaben des USGS hatte das Beben Magnitude 6.0. Dabei lag das Epizentrum vor der Küste der Staaten Nicaragua, Honduras und El Salvador. Anhand der vorläufigen Daten ist zu erwarten, dass leichte Schäden verursacht wurden. Die Daten können aber noch korrigiert werden.

Geofon gibt das Erdbeben vorläufig mit Magnitude 6.3 an. Die Tiefe lag demnach bei knapp 70 Kilometern, das Epizentrum aber nur 25 Kilometer vor der Küste. (Tsunamigefahr besteht nicht!)

Die Auswirkungen des Erdbebens waren nach ersten Meldungen von Zeugen in weiten Teilen von Nicaragua und El Salvador spürbar, auch in der Hauptstadt Managua, 150 km südöstlich des Epizentrums. Einige Menschen verließen ihre Häuser.

Update 11.04 Uhr: USGS hat das Erdbeben auf Magnitude auf 6.4 korrigiert. (Tiefe 71 km) Das Epizentrum lag 20 Kilometer vor der Küste von Nicaragua. Die berechnete ShakeMap ergibt Intensität VI an den Küsten von Nicaragua und Intensität V in El Salvador und Honduras. Dabei sind Schäden zu erwarten.

Update 11.11 Uhr: Ein Zeuge bei earthquake-report meldet beschädigte Dächer in der Stadt Leon (Nicaragua), knapp 80 Kilometer von Epizentrum entfernt.

Update 11.21 Uhr: Medien berichten, dass in den meisten Städten von Nicaragua und El Salvador nahe des Epizentrums Panik ausbrach, einschließlich beider Hauptstädte. Offizielle Meldungen über Schäden gibt es noch nicht. Die größten Schäden erwarten wir im Küstenbereich von Nicaragua nahe des Epizentrums, aber auch im Inland beider Länder könnte das Beben zu beschädigten Gebäuden geführt haben.

Nicaragua ShakeMap

Update 12.09 Uhr: Weiterhin liegen noch keine Meldungen über Schäden vor. Diese erwarten wir frühestens nach Sonnenaufgang.
Unterdessen hat das USGS die Magnitude des Erdbebens auf 6.2 nach unten korrigiert. Entsprechend ergibt sich eine etwas harmlosere ShakeMap.

Update 3. März 09.40 Uhr
Aus Teilen von Honduras und Nicaragua werden kleinere Schäden an einigen Häusern gemeldet. Im Süden von Honduras wurden einige Menschen zwischenzeitlich aus Angst vor Nachbeben evakuiert. Größere Vorfälle wurden aber bisher nicht berichtet. Aus El Salvador gibt es keine Meldungen über Schäden.

Update 19.45 Uhr

Auch aus El Salvador werden nun Schäden gemeldet. Betroffen davon 5 Häuser in der Stadt Morazan. Die Bewohner wurden evakuiert.

Wird fortgesetzt…

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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