Pakistan: Drei Erdbeben in 24 Stunden

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Verschiedene Teile von Pakistan und Nachbarländern wurden in den letzten Stunden von teils starken Erdbeben erschüttert.
Das erste mit Magnitude 5.2 traf gestern Morgen die Region Belutschistan im Südwesten des Landes. Betroffen ist die Region, in der es vergangenes Jahr ein verheerendes M 7.7 Erdbeben gegeben hat, welches die meisten Häuser zum Einsturz gebracht hat.
Das neue Nachbeben war in umliegenden Orten deutlich spürbar. Im Distrikt Kutch bildeten sich teils größere Risse in Wänden und Dächern. Meldungen von eingestürzten Gebäuden oder Verletzten gab es nicht.
Beben Nummer zwei ereignete sich gestern Nachmittag um 15.32 Uhr im Indischen Teil der Region Kashmir. Pakistanische Behörden geben Magnitude 5.3 an, die Indische Erdbebenwarte nennt Magnitude 4.6. Die Erschütterungen waren auch in Teilen von Nordpakistan einschließlich der Hauptstadt Islamabad spürbar. Aus Pakistan wurden bisher keine Schäden gemeldet. Direkt am Epizentrum nahe der Stadt Kishtwar entstanden nach ersten Meldungen Risse an vielen Gebäuden. Details dazu werden im Laufe des Tages erwartet.
Im Mai 2013 erschütterte ein Beben der Stärke 5.8 diesen Teil von Kashmir, wobei 2 Menschen ums Leben kamen und hunderte Gebäude zerstört wurden. In den Monaten danach richteten mehrere moderate Nachbeben weitere Schäden an, teils gab es Verletzte.
Nummer 3 am heutigen Morgen um 5.58 Uhr MESZ hatte seinem Ursprung in der Region Hindukush im Norden von Afghanistan. USGS gibt dafür Magnitude 5.4 an, Behörden von Pakistan Magnitude 6.0. Das Hypozentrum lag in etas mehr als 200 Kilometern Tiefe. Daher war das Beben in weiten Radius spürbar. Meldungen über leichte Intensität gibt es aus der Hauptstadt Kabul, der Hauptstadt von Tadschikistan Duschanbe, den Süden von Kasachstan, sowie weite Teile von Nordpakistan, vor allem die Region Peschawar. Pakistanische Medien berichten von Panik an vielen Orten. Meldungen von Verletzten oder Schäden gibt es noch nicht. Auch in den Indischen Regionen Jammu und Kashmir, Punjab, Haryana, sowie teilweise noch in der Hauptstadt Neu-Delhi war das Beben spürbar. Teilweise gab es Panik.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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