Erdbeben erschüttert Osten von Sichuan – Mindestens vier Verletzte

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Ein moderates Erdbeben traf am Vormittag um 10.20 Uhr MESZ die chinesische Provinz Sichuan. Nach ersten Angaben des Chinesischen Erdbebendienstes erreichte es Magnitude 4.9. Die Tiefe wird mit 15 km angegeben. Das Epizentrum lag östlich der Großstadt Mianyang, knapp 150 Kilometer von der Hauptstadt Chengdu entfernt. In beiden Städten wurde das Beben sehr deutlich wahrgenommen. Erste Meldungen aus Mianyang sagen aus, dass dort eine Frau im Krankenhaus behandelt werden muss, weil sie beim Erdbeben stürzte und sich verletzte. So berichtet SichuanOnline.

Meldungen über Schäden gibt es noch nicht. Die Epizentralregion ist allerdins recht dicht besiedelt (für ländliche Regionen, die allgemein in China anfällig für Erdbebenschäden sind).
Im vergangenen Jahr beschädigte ein Beben der Stärke 4.7 in der selben Region hunderte Gebäude. Entsprechend ist auch beim heutigen Beben mit schweren Schäden zu rechnen.

Vorangegangen sind in den vergangenen Stunden zwei kleine, aber spürbare Vorbeben mit Magnitude 3.3 und 3.1.

Update 11.32 Uhr
Ein zweites Erdbeben mit Magnitude 4.6 wurde um 11.09 Uhr MESZ registriert. Lage des Epizentrums und Tiefe sind identisch mit denen des Hauptbebens.

Nach offiziellen Angaben handelt es sich bei den Erdbeben in der Region Mianyang möglicherweise um Nachbeben vom großen Wenchuan Erdbeben (M 8.0) am 12. Mai 2008. Dieses tötete allein in der Region Mianyang fast 31000 Menschen.

Update 18:09 Uhr
Drei weitere Personen wurden in Dörfern nahe des Epizentrums verletzt. Ihre Häuser erlitten Schäden bei dem Erdbeben. Auch an anderen Häusern traten Schäden auf. Dabei soll es sich vor allem um herabfallende Dachziegel und rissige Mauern handeln. Einige Familien, die ihre Häuser nach dem Beben 2008 neu aufgebaut haben, waren ebenfalls betroffen. Detailliertere Statistiken zu den Schäden sind noch nicht bekannt.

Update 30. Juli 07.56 Uhr
Durch das erste Beben wurden nach vorläufigen Meldungen mindestens 700 Häuser teils schwer beschädigt, 22 weitere durch das zweite Beben (M 4.6) 40 Minuten später. Betroffen waren insgesamt 11 Städte / Dörfer. In mindestens drei von ihnen gab es schwere Gebäudeschäden. Zudem gab es Störungen an Wasser-, Strom-, und Telekommunikationsleitungen. Der Sachschaden wird zur Zeit auf etwa 4 Millionen Yuan geschätzt.

Sichuan

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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