Starkes Erdbeben in Südafrika – Gebäude in Klerksdorp eingestürzt – Mindestens ein Toter, 21 Verletzte – Minenarbeiter verschüttet

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Das aktuellste Update befindet sich am Ende des Berichtes

Ein starkes Erdbeben traf nach Angaben von Geofon um 12.22 Uhr Südafrika. Magnitude 5.5 wird angegeben. Demnach lag das Epizentrum nahe der Großstädte Orkney und Klerksdorp. (Siehe Karten unterhalb des Textes) Auch in Johannesburg und Pretoria, etwa 160 km von Klerksdorp entfernt, sowie in Gaborone, der Hauptstadt vom Nachbarland Botswana, und in Lesotho war es deutlich spürbar. USGS gibt Magnitude 5.3 an.

Klerksdorp, Johannesburg und andere Regionen werden immer wieder von moderaten Erdbeben ausgelöst durch den Bergbau erschüttert. Das heutige war außergewöhnlich stark, das warscheinlich stärkste Beben seit Jahrzehnten. Es muss mit schweren Schäden, evtl sogar Todesopfern gerechnet werden. Vor allem die Bergwerke sind gefährdet.

Auch in Bloemfontein, Durban und sogar Kapstadt, jeweils hunderte km von Klerksdorp entfernt, war das Beben noch spürbar. Dieses große Schüttergebiet ist sehr ungewöhnlich für ein Magnitude 5.5 Erdbeben.

Update 13.05 Uhr
In Johnnesburg und Durban wurden mehrere Hochhäuser nach dem Erdbeben evakuiert – ob nur als Vorsichtsmaßnahme (zumindest in Durban sehr wahrscheinlich), oder weil Schäden auftraten, ist noch nicht klar.

Update 13.13 Uhr
Rettungskräfte im gesamten Land wurden in Alarmbereitschaft versetzt. Sie müssten mit Schäden und Verletzten rechnen, so die Anweisung.

Update 13.23 Uhr
Aus dem Raum Pretoria-Johannesburg gibt es erste vereinzelte Meldungen von leichten Gebäudeschäden. Auch ein Betroffener aus Botswana schreibt der Seite „Timeslive“, dass das Erdbeben all seine Fenster zerstört hat.

Update 13.27 Uhr
Mindestens zwei Minenarbeiter in einer Goldmine in Orkney wurden beim Beben verletzt. In Orkney gab es zudem Gebäudeschäden. Noch sind keine Details bekannt.

Update 13.34 Uhr
Auch in Klerksdorp gab es Schäden. Ein Schulgebäude soll stark betroffen sein. Alle Schüler wurden evakuiert. Einige Gebäude sollen komplett eingestürzt sein.

Update 13.42 Uhr
In Orkney sind mehrere Gebäude eingestürzt. Medien melden, dass viele Menschen unter den Trümmern eingeschlossen sind.
Rettungskräfte sind auf den Weg in die Region.

 

Update 13.53 Uhr
Durch den Einsturz einer Wand ist ein 31 jähriger Mann in Orkney erschlagen worden.

Update 14.08 Uhr
Aus den Goldminen rund um Orkney kommt die Meldung, dass einige Bergleute in den Stollen eingeschlossen sind.

Update 14.18 Uhr
Geologen geben an, dass es sich bei dem Erdbeben möglicherweise um ein natürliches Ereignis unabhängig von den Bergbauaktivitäten handeln könnte. Dies gilt jedoch als unwahrscheinlich.

Auch in Durban hat es Schäden gegeben, wie dieses Bild auf Twitter zeigt.

Update 14.26 Uhr
Drei Menschen wurden verletzt, als ein Bergbau-Trainingszentrum in Orkney einstürzte. Die Bergleute wurden in ein Krankenhaus gebracht.

Update 14.31 Uhr
Die vorher genannten eingeschlossenen Bergleute in Orkney konnten gerettet werden. Allerdings melden nun insgesamt drei Minenbetreiber eingeschlossene Arbeiter.

Update 16.46 Uhr
Ein Mann aus Orkney wurde leichtverletzt aus den Trümmern seines Hauses geborgen.
17 Arbeiter in zwei Goldminen nahe Orkney wurden ebenfalls leicht verletzt.

Update 19.09 Uhr
Erste Schätzungen der Rettungskräfte belaufen sich auf mindestens 400 beschädige Häuser allein in Orkney. Einige davon sind eingestürzt.

wird fortgesetzt…

Südafrika

 

Orkney

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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