Schweres Erdbeben im Norden von Chile – 32 cm hoher Tsunami trifft Küsten

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Um 22.16 Uhr MEZ erschütterte ein schweres Erdbeben den Norden von Chile und angrenzende Gebiete von Peru. Es hatte nach aktuellen Angaben des USGS Magnitude 7.0. Die Chilenischen Behörden nennen zur Zeit Magnitude 6.5, die peruanischen Behörden ebenfalls Magnitude 7.0. Das Epizentrum lag knapp 40 km vor der Küste der Regionen Arica und Tarapaca. Es wurde keine Tsunami Warnung herausgegeben, jedoch besteht das Risiko von kleinen Wellen entlang der Küsten von Nordchile und Peru. Vorsorglich wurden einige Küstenabschnitte evakuiert. Die Küste ist mit Ausnahme der Großstädte nahezu unbesiedelt.

Eine Tsunamiboje vor der Küste hat einige Minuten nach dem Beben eine Anomalie von 5 cm gemessen. Ob dies ein echter Tsunami ist, oder eine Störung, lässt sich zur Zeit nicht sagen.

Aus Küstenorten von Chile wird gemeldet, dass das Beben etwa Intensität V bis VI hatte. Intensitäten, die in der Regel nicht zu Schäden großen Ausmaßes führen. Die höchsten Intensitäten werden aus den Städten Arica und Iquique berichtet.

Update 23.00 Uhr
Mehrere Nachbeben über Magnitude 5 wurden bereits registriert. Weitere Nachbeben bis Magnitude 6 werden in den kommenden Tagen erwartet.
Bisher liegen noch keine Informationen über mögliche Schäden vor. In den Bergen im Hinterland von Iquique hat das Beben jedoch zu einzelnen Erdrutsche geführt. Ob davon Infrastruktur betroffen ist, ist noch unklar.

Update 23.16 Uhr
Aus Iquique wird ein Verkehrschaos gemeldet. Die Straßen sind infolge der Evakuierung voll, Fußgänger und Autos haben den Verkehr zum Erliegen gebracht. ONEMI, der Nationale Katastrophenschutz, hat unterdessen nochmals betont, dass es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme handelt. Man rechne zwar stellenweise mit einer kleinen Welle, aber von dieser ginge keine Gefahr aus.

USGS hat das Erdbeben nachträglich auf M 6.7 nach unten korrigiert.

Update 17 März 7:23 Uhr

Es sind bisher keine Opfer gemeldet worden, viele Menschen haben die Nacht aus angst vor Nachbeben im Freien verbracht.

Die Nacht hindurch hat es viele Nachbeben gegeben, die meisten Lagen um Magnitude 5,  das stärkste um 6.11 Uhr MEZ mit Magnitude 5.9,

Nach Medienberichten soll auf diversen Landstraßen Geröll liegen, und in einigen Orten der Strom ausgefallen sein

Update 07.45 Uhr
Ein 32 cm hoher Tsunami hat nach dem Erdbeben die Küste getroffen, wie ONEMI bestätigte. Dieser verursachte keine Schäden. Die Evakuierung wurde danach aufgehoben. Mehr als 100.000 Menschen waren aufgerufen, die Küstenabschnitte zu verlassen.

Schäden durch das Erdbeben selbst sind rar. Bisher wurden neben den Erdrutschen nur kleine Risse in einigen Gebäuden festgestellt. Verletzt wurde niemand.

 

 

wird fortgesetzt

CHile

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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