Erdbeben in Sinaloa beschädigen Häuser – Bildung eines neuen Vulkans ausgeschlossen

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Update 26. September
Am Mittwoch (23.) haben Vulkanologen die von Bewohnern entdeckte Erdspalte untersucht. Nach Abschluss der Arbeiten schlossen sie die Entstehung eines neuen Vulkans nahezu aus. Bei der „neuen“ Erdspalte handele es sich demnach um eine durch äußere Einflüsse entstandene Höhle im Gestein. Vorhandene Vegetation, sowie die Besiedlung durch Fledermäuse deute darauf hin, dass diese schon einige Zeit existiert. Beobachtungen über Schwefelgerüche und austretende, heiße Gase konnten nicht bestätigt werden.
Um den noch immer auf niedrigerem Niveau andauernden Erdbebenschwarm zu untersuchen, wurde ein temporäres Seismometer installiert. Die Aufzeichnungen der Daten wurden zur Analyse an die Universität in Mexiko City geschickt. Vorläufig wurde mitgeteilt, dass es sich um einen natürlichen Erdbebenschwarm durch die Reaktivierung einer alten Störungszone handelt. Bewohnern wurde geraten, sich auf weitere Erdbeben vorzubereiten, wenngleich das Risiko eines großen Erdbebens sehr niedrig sei.

Originalmeldung 17. September, 19.14 Uhr
Mexiko
– Im Norden des Bundesstaates Sinaloa nahe der Grenze zu Chihuahua wird seit Tagen eine Erdbebenserie verzeichnet. Mehr als 40 Erdbeben wurden nahe der Stadt Choix seit Sonntagabend verzeichnet. Das stärkste in der Nacht zu Mittwoch (16. September) erreichte Magnitude 4,5, nach Angaben des mexikanischen Erdbebendienstes. Zwei weitere mit Magnitude 3.9 und 3.4 folgten wenige Stunden später. Erdbeben unter Magnitude 3 wurden vom Erdbebendienst nicht registriert. Das Zentrum der Aktivität lag offenbar südlich von Chiox in einer abgelegenen Bergregion. In den dortigen Dörfern wurden laut Katastrophenschutz mindestens 20 Häuser teils schwer beschädigt. Bewohner wurden dazu aufgerufen, die kommenden Tage im Freien zu verbringen, da weitere Erdbeben möglich sind.

Beunruhigender ist für viele die Aktivität, die parallel zu den Erdbeben beobachtet wurde. Auf einem Hügel nahe des am meisten betroffenen Dorfes Yecorato hat sich nach einem kleinen Erdbeben eine Erdspalte geöffnet, aus der heiße Gase ausgetreten sind. Zudem ist die Wassertemperatur in einigen Quellen angestiegen. Manche fürchten nun, dass die Phänomene auf vulkanische Aktivität zurückgehen.
Mario López Valdez, der Gouverneur von Sinaloa, kündigte weitere Untersuchungen durch Vulkanologen an. Die Bildung eines neuen Vulkans sei sehr unwahrscheinlich. Da in der Region Choix Erdbeben aber sehr selten seien, müsste den Phänomenen auf den Grund gegangen werden.

Yecorato

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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