Erdbebenschwarm in Himachal Pradesh

Share Button

Indien – Behörden des Bundesstaat Himachal Pradesh im Norden des Landes sprachen Warnungen aus, nachdem eine Reihe von Erdbeben binnen weniger Stunden die Distrikte Rampur und Kullu erschüttert haben. Nach Angaben der Indischen Meteorologiebehörde wurden zwischen 6.45 Uhr und 9.07 Uhr Ortszeit neun Beben, teils von moderater Stärke aufgezeichnet und verspürt. Die drei stärksten erreichten dabei Magnitude 4.6, 4.3 und 4.2. Weitere Beben folgten in den Stunden danach. Die genaue Auswertung der Daten ist noch im Gange. Das bisher letzte Beben mit Magnitude 3.7 wurde um 12:37 Uhr Ortszeit (09:07 Uhr MESZ). Betroffene in der Region sprechen von insgesamt mindestens 20 Erdbeben, die etwa im 10-Minuten-Takt auftraten.

Die meisten Menschen in den Distrikten haben ihre Häuser verlassen. Öffentliche Gebäude und Schulen wurden geschlossen. Auf Schulhöfen und Sportplatzen wurden Notfallcamps eingerichtet. Einige Wohngebäude wurden bei den andauernden Erdbeben beschädigt, wie erste Auswertungen ergaben. Details werden zur Zeit ermittelt. An mehreren Hängen gab es Steinschläge und kleine Erdrutsche, wovon auch Straßen betroffen waren.

Aufgrund der heftigen Monsun-Niederschläge der vergangenen Wochen ist die Erdrutsch-Gefahr in allen Teilen von Himachal Pradesh zur Zeit stark erhöht. Menschen wurden aufgefordert, sich von steilen Hängen fernzuhalten. Behörden rechnen mit weiteren Erdbeben und warnten die Menschen davor, in ihre Häuser zurückzukehren. Die Lage wird weiter überwacht. Bisher gibt es keine Meldungen über Verletzte oder größere Schäden.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Anzeige

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): seit 3:14 Uhr, 27. August

Magnitude: bis 4.6

Tiefe: ca. 10 km

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

Wenn Ihnen unsere Webseite gefällt, können Sie diese Arbeit mit einer Spende unterstützen. Weitere Infos dazu.

Himachal Pradesh liegt im Himalaya und gehört, wie der gesamte Gebirgszug, zu den erdbebengefährdetsten Gebieten der Welt. Das letzte schwere Erdbeben im Bundesstaat ereignete sich 1905 mit Magnitude 7.8. Östlich angrenzend nahe der Grenze zu Uttarakhand liegt das letzte große Erdbeben bereits 500 Jahre zurück. Experten gehen davon aus, dass sich dort bereits genug Spannung aufgebaut hat, um ein Erdbeben der Stärke 8 auszulösen.

In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

Beiträge der gleichen Kategorie

Schäden nach Erdbebenserie auf Bali Bali - Während Bewohner und Touristen im Osten von Bali eine Eruption des Vulkans Gunung Agung fürchten, leben Einwohner des Dorfes Tejakula an der No...
Erdbebenserie in Bengkulu Indonesien - Bei einer Erdbebenserie in der indonesischen Provinz Bengkulu sind am Montag (16.) dutzende Gebäude beschädigt worden. Betroffen ist der ...
Erdbebenschwarm auf Lembata Indonesien - Mehrere Erdbeben haben in den vergangenen Tagen die Bewohner der indonesischen Insel Lembata verängstigt und Ängste vor einem Vulkanausbr...
1500 Erdbeben in vier Tagen – Schwere Schäde... Indonesien - Mehr als 600 Erdbeben haben in den letzten 48 Stunden die indonesische Insel Halmahera im Norden des Landes erschüttert. Es handelt sich ...
The following two tabs change content below.

Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

Neueste Artikel von Jens Skapski (alle ansehen)