Erdbebenschwarm am Salton See

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USA – Im Süden des Bundesstaates Kalifornien hat sich am Montag ein moderater Erdbebenschwarm ereignet. Nach Angaben des United States Geological Survey (USGS) erreichte das bisher stärkste Beben Magnitude 4.3. Demnach lag das Epizentrum am Ostrand des Salton Sees, nahe des Ortes Bombay Beach.
Der Erdbebenschwarm setzte um 13:03 Uhr MESZ ein. Das stärkste Beben, das elfte registrierte des Schwarmes, folgte um 16:41 Uhr. Bisher (stand: 17:45 Uhr) wurden insgesamt 29 Erdbeben erfasst, wovon kein weiteres stärker als Magnitude 2.7 war.
Einige Ereignisse waren an der Ufern des Salton Sees spürbar. Die Herdtiefe der Erdbeben ist sehr gering und liegt meist bei 2 bis 5 Kilometern. Mit Schäden muss nicht gerechnet werden. Es ist wahrscheinlich, dass es in den kommenden Stunden weitere Erdbeben gibt.

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Update 17. September, 09:44 Uhr
Der Erdbebenschwarm hat sich bis in den Dienstag fortgesetzt. Über 150 Erdbeben registrierte das USGS bisher, davon zwei weitere über Magnitude 4, die über die Ufer des Sees hinaus spürbar waren. Alle Epizentren lagen bislang im Salton See und verteilen sich offenbar auf eine SW-NE streichende Störung. Damit scheint es unwahrscheinlich, dass der Erdbebenschwarm in Zusammenhang mit der San Andreas Störung steht. Schäden infolge der Erdbeben wurden bislang nicht gemeldet.

Update 28. September
Das USGS hat bezüglich des noch immer andauernden Schwarmes eine Erdbebenwarnung herausgegeben. Demnach besteht in den kommenden Tagen ein Risiko von bis 1%, dass es zu einem schweren Erdbeben (über M7) am südlichen Segment der San Andreas Störung kommt.

Am Ostrand des Salton Sees befindet sich das südliche Ende der San Andreas Störung. Seismologen erwarten in diesem Bereich den Ursprung des nächsten großen Erdbebens. Die Beben des aktuellen Schwarmes zeigen einen Herdmechanismus, der zur Streichrichtung der San Andreas Störung passt. Ob es aber tatsächlich dort passiert, ist noch nicht bekannt.

Das Gebiet rund um den Salton See gehört zu den seismisch aktivsten Orten Kaliforniens. Hier kommt es häufig zu kleinen bis moderaten Erdbeben, die nicht selten als Erdbebenschwarm auftreten. Einen ähnlichen Schwarm wie aktuell gab es zuletzt im Jahr 1999.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

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Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): seit 13:03 Uhr (26. September)

Magnitude: bis 4.3

Tiefe: bis 6 km

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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