Tote bei Erdbeben in Nicaragua

Nicaragua – Bei einem moderaten Erdbeben am Mittwochabend kam mindestens eine Frau ums Leben.
Nach Angaben des United States Geological Survey ereignete sich das Erdbeben am Hang des Vulkans Momotombo, am Nordufer des Managua-Sees. Demnach erreichte es Magnitude 5.5. Der Erdbebendienst von Nicaragua gibt das Erdbeben mit Magnitude 5.4 an. Der Herd des Erdbebens lag sehr oberflächennah in nur knapp 7 Kilometern Tiefe. Somit waren die Erschütterungen rund ums Epizentrum stark spürbar.
Medien berichten, dass in mehreren umliegenden Orten Gebäude teils schwer beschädigt wurden. Zur Zeit ist von 50 Häusern die Rede, wo Wände oder Dächer ganz oder teilweise eingestürzt sind. Mindestens 10 Personen, darunter 5 Kinder, wurden verletzt. Eine 78-jährige Frau, die an einer Vorerkrankung litt, starb durch das Erdbeben an einem Herzinfarkt.

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Bereits vor zwei Wochen hat es in der gleichen Region ein starkes Erdbeben gegeben. Dieses erreichte Magnitude 5.9 und verursachte mehrere Verletzte. Experten zeigen sich verwundert über diese Art der Erdbebensequenz. Üblich sind in Nicaragua zwei Varianten: Der normale Verlauf mit Haupt- und Nachbeben, sowie das schwarmartige Auftreten mit Vorbeben, mehreren Hauptbeben binnen weniger Tage und einem Abklingen. Dass nun, zwei Wochen nach dem Hauptbeben, ein so starkes Nachbeben auftritt, sei ungewöhnlich.

In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

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Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 18:48 Uhr (28. September)

Magnitude: 5.4

Tiefe: 7 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: ja

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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