Japan: Starkes Erdbeben auf Honshu – Mindestens zwei Verletzte

Japan – Die Hauptinsel Honshu wurde am Mittwoch von einem starken Erdbeben erschüttert. Nach ersten Messungen der Japanischen Meteorologiebehörde (JMA) erreichte es Magnitude 6.3. Das Epizentrum lag demnach an der Grenze der Präfekturen Ibaraki und Fukushima. Vom United States Geological Survey (USGS) wird zunächst Magnitude 5.9 angegeben und das Epizentrum ebenfalls an Land lokalisiert.
Das Erdbeben war am Epizentrum stark spürbar. Die JMA gibt Intensität 6- für die Epizentralregion an. Dabei wurde der Spitzenwert in der Küstenstadt Takahagi verzeichnet. Bei Intensität 6- oder mehr kommt es in Japan bereits zu ersten größeren Gebäudeschäden. Selbst im Umfeld von Tokyo wurde noch Intensität 4 verzeichnet.

Werbung
Werbung

Da das Epizentrum nicht vor der Küste lag, besteht keine Tsunamigefahr. Es handelt sich offenbar um ein flaches Erdbeben entlang der Idosawa-Störung, eine Abschiebung, die parallel zur Küstenlinie verläuft.

Update 14:11 Uhr
Die im Rahmen des japanischen Erdbebenfrühwarnsystems eingeleiteten Vorsichtsmaßnahmen in Tokyo wurden sind bisher die einzigen gemeldeten Zwischenfälle. Der kurzzeitig unterbrochene Schienenverkehr in der Hauptstadt läuft größtenteils wieder. Es gab bereits einige Nachbeben, das stärkste mit Magnitude 4.7 und Intensität 4, das auch bis Tokyo zu spüren war.
An den Atomkraftwerken in der Präfektur Ibaraki kam es nicht zu Zwischenfällen.

Werbung

Update 15:04 Uhr
Mindestens zwei Personen wurden beim Erdbeben verletzt und mit Prellungen ins Krankenhaus verletzt. Eine Person wurde von einer herabstürzenden Mikrowelle am Rücken verletzt. Die zweite stürzte beim Verlassen des Hauses. Inzwischen sind aus Takahagi erste Schäden bekannt geworden. So soll in einem Hotel eine Decke eingestürzt sein. Zudem stürzte im Hafenbereich eine Mauer ein.
Behörden der Stadt haben eine Notunterkunft für Menschen geöffnet, deren Häuser beschädigt wurden.

Update 15:26 Uhr
Eine dritte Person wurde nach Angaben der Behörden in Kitaibaraki leicht verletzt.
In Takahagi, von wo die anderen beiden Verletzten stammen, gibt es neben den bereits berichteten Erdbebenschäden auch an mehreren Orten gebrochene Wasserleitungen, wodurch die Wasserversorgung stellenweise eingeschränkt ist.


Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Werbung

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 13:38 Uhr

Magnitude: 6.3

Tiefe: 10 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

Wenn Ihnen unsere Webseite gefällt, können Sie diese Arbeit mit einer Spende unterstützen. Weitere Infos dazu.

Haben Sie ein Erdbeben gespürt? Falls ja, teilen Sie uns dies bitte über das unten stehende Kontaktformular mit. Bitte geben Sie auch Zeitpunkt (Datum, Uhrzeit), sowie wenn möglich Intensität und mögliche Auswirkungen des Erdbebens (Schäden, etc.) an. Um doppelte Veröffentlichungen zu vermeiden, schicken Sie für jedes Erdbeben bitte maximal eine Meldung ab. Vielen Dank.
Ihre Persönlichen Daten werden nicht veröffentlicht.
Siehe auch: Warum sammeln wir Zeugenmeldungen? und: Wann werden Zeugenmeldungen veröffentlicht??

Ihr Name / Nickname*

Ort / Stadt, wo Sie das Erdbeben gespürt haben*

Ihre E-Mailadresse

Adresse, wo sie das Erdbeben verspürt haben

Intensität, EMS 98 geschätzt*

Beschreiben Sie Ihre Wahrnehmungen so ausführlich wie Sie möchten*

Sonstiges

Hinweis: Mit * markierte Felder müssen ausgefüllt werden

In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.
The following two tabs change content below.
Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

Neueste Artikel von Jens Skapski (alle ansehen)

Werbung

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte Anmelden um zu kommentieren
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei