Drei Tote durch Erdbebenserie in Ecuador

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Ecuador – Eine neue Serie von teils starken Nachbeben hat am Montag Teile von Ecuador getroffen. Dabei kam es zu einigen teils größeren Schäden. Lokale Medien berichten von mindestens einem Todesopfer.
Das erste und stärkste Erdbeben der Serie trat um 8:11 Uhr auf und erreichte nach Angaben der ecuadorianischen Behörden Magnitude 5.3. Das Epizentrum lag vor der Küste der Provinz Esmeraldas nahe der Touristenstadt Atacames. Es folgten mindestens 14 deutlich spürbare Nachbeben, die meisten über Magnitude 4. Das größte der Erdbeben war in den Städten Atacames und Esmeraldas stark zu spüren. Medien berichten, dass einige Gebäude durch das Erdbeben zerstört wurden. Besonders betroffen ist der Ort Tonsupa. Es kam in manchen Stadtteilen zu Stromausfällen.


Mindestens eine Person soll an den Folgen eines Herzinfarktes gestorben sein. In den eingestürzten und beschädigten Gebäuden soll es mehrere Verletzte gegeben haben.
Präsident Correa hat den Katastrophenschutz in Alarmbereitschaft versetzt und angewiesen, die Schäden zu beurteilen. Schulen und andere öffentliche Gebäude werden Montag und Dienstag geschlossen bleiben. Weitere Erdbeben sind möglich.

Im April diesen Jahres erschütterte ein schweres Erdbeben der Stärke 7.8 die Küstenregion von Ecuador und verursachte an vielen Orten schwere Verwüstungen. Mehr als 600 Menschen kamen dabei ums Leben. Seit dem gibt es immer wieder teils größere Nachbeben, die neue Schäden verursachen.

Update 20. Dezember
Wie inzwischen bekannt ist, sind insgesamt drei Menschen infolge des Erdbebens ums Leben gekommen. Alle drei starben an Herzinfarkten. 47 weitere wurden verletzt. Rund 700 Familien haben durch die Schäden ihre Häuser bzw. Wohnungen verloren. Insgesamt sollen etwa 120 Gebäude betroffen sein. 10 Häuser sind komplett zerstört worden. Die Regierung stellte finanzielle Soforthilfen für die Opfer zur Verfügung.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

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Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): Seit 19. Dezember, 07:11 Uhr

Magnitude: bis 5.3

Tiefe: ca 10 km

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: wahrscheinlich

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

2 Kommentare

  1. Ich lebe in Atacames und ich wünsche allen die Familie hier haben viel Kraft, es ist eine schwere Zeit für uns alle hier aber wir haten zusammen und hoffen natürlich dass alles bald mal vorbei ist. Unser Haus steht noch hat aber viele Risse. Ich wünsche trotdem allen schöne Festage.

    1. hola colette
      bin seit dem 22.01.2016 nicht mehr in atacames gewesen w/op in deutschland.
      verfolge aber die horrornachrichten im netz.
      mein hotel aleman der alte fritz steht wohl noch, aber drumherum siehts boese aus,
      was man an den bildern von tonsupa und esmeraldas erkennen kann.
      trotzallem einen ruhigen jahreswechsel und liebe gruesse an bruno und diana.
      martin einhaus

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