Schwere Erdbebenserie bei Neukaledonien

Frankreich / Vanuatu – Im südwestlichen Pazifik hat sich in der Nacht zu Dienstag ein schweres Erdbeben ereignet. Das Epizentrum lag nach Angaben des United States Geological Surveys (USGS) östlich des französischen Überseegebietes Neukaledonien nahe des Inselstaates Vanuatu. Demnach erreichte das Beben eine Magnitude von 6.8. Der Erdbebenherd lag in rund 11 Kilometern Tiefe.
Auf nahe gelegenen Inseln waren die Erschütterungen zu spüren. Schäden sind aufgrund der Distanz zum Epizentrum sehr unwahrscheinlich. Das Erdbeben geht auf die dortige Subduktionszone zurück, die zu den seismisch aktivsten weltweit gehört.

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Tsunamigefahr besteht in diesem Fall nicht. An der Küste von Neukaledonien wurde kurz nach dem Erdbeben ein Tsunami mit einer maximalen Wellenhöhe von nur 13 Zentimetern registriert. 10 Zentimeter waren es im äußersten Süden von Vanuatu.

Update 1. November, 08:12 Uhr
In der vergangenen Nacht haben weitere starke Erdbeben die Region erschüttert. Die daraus gebildete Erdbebensequenz ähnelt dabei sehr einer Bebenserie im Dezember 2003.
Die drei stärksten Erdbeben der vergangenen Nacht erreichten nach Angaben des United States Geological Surveys (USGS) Magnitude 6.0, 6.6 und 6.1. Zudem gab es mehrere Beben über Magnitude 5. Wie beim Erdbeben Beben lag das Epizentrum rund 100 Kilometer vor der Küste von Neukaledonien, sodass infolge der Erschütterungen nicht mit Schäden zu rechnen ist.
Beim M6.6 kam es erneut zur Bildung eines kleinen Tsunamis, der im äußersten Süden von Vanuatu eine maximale Wellenhöhe von 10 Zentimetern erreichte.
Zwischen dem ersten Erdbeben und den folgenden gibt es auch im Herdmechanismus einige Unterschiede. Während es sich beim Hauptbeben um ein Thrust Faulting (Überschiebung) Erdbeben auf der Rückseite der Subduktionszone handelte, gehen die folgenden Erdbeben auf Abschiebungen parallel zur Subduktionszone zurück. Entlang der Subduktionszone selbst trat keine Aktivität auf.

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Bei der Erdbebensequenz im Jahr 2003 kam es innerhalb von drei Tagen zu Hauptbeben mit Magnitude 6.5, 6.8, 7.3, 6.7 und 6.3. Schäden hat diese Sequenz nicht verursacht.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): seit 31. Oktober Uhr

Magnitude: bis 6.8

Tiefe: 5 bis 20 km

Spürbar: Ja

Schäden erwartet: Nein

Opfer erwartet: Nein

Ursprung: Tektonisch

Tsunami-Gefahr: Lokale ungefährliche Tsunamis

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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