Starke Erdbebenserie im Norden von Griechenland

Griechenland / Mazedonien / Bulgarien – In der Nacht zu Dienstag hat eine starke Erdbebenserie die Grenzregion von Griechenland, Mazedonien und Bulgarien getroffen. Das Institut für Geodynamik in Athen registrierte insgesamt 14 Erdbeben, deren Epizentren östlich von Dorjan See lokalisiert werden.
Begonnen hat die Erdbebenserie kurz nach Mitternacht Ortszeit (23 Uhr MEZ). Dabei wurden zunächst binnen einer Stunde vier moderate Erdbeben zwischen Magnitude 3.1 und 3.9 registriert. Die Beben waren dabei unter anderem bis Thessaloniki (GR) und Bansko (BG) zu spüren.
Über mehrere Stunden folgten nur kleine Beben. Das bisherige Hauptbeben mit Magnitude 4.7 um 06:24 Uhr Ortszeit und war auch deutlich in Skopje (MK) und Sofia (BG) zu spüren.
Weitere kleine Beben folgten in den Morgenstunden.

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Infolge der ersten vier Erdbeben haben viele Menschen in der Epizentralregion die Nacht aus Angst vor weiteren Erdbeben im Freien verbracht oder in Autos geschlafen. Nach dem Hauptbeben warnten lokale Behörden die Menschen davor, in ihre Häuser zurückzukehren. Gerade ältere und instabile Häuser sollen gemieden werden, da weitere Erdbeben zu befürchten seien.
Meldungen über Schäden infolge der Erdbeben gibt es zunächst nicht.

Auch im grenznahen Bulgarien haben die Erdbeben zu Panik unter der Bevölkerung geführt. Besonders in der Stadt Petritsch, die dem Epizentrum am nächsten liegt, haben viele Menschen die Nacht außerhalb ihrer Häuser verbracht. Der Bürgermeister der Stadt teilte in Bulgarischen Medien mit, dass kein Grund zur Sorge bestehe. Durch die Erdbeben sei es nicht zu Schäden gekommen und es würden auch keine Schäden erwartet werden. Meldungen über eine beschädigte Garage in der Nachbarstadt wurden dementiert.

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Mazedonische Medien berichten, dass infolge des größeren Bebens auf mazedonischer Seite des Doljan-Sees kleinere Schäden verursacht worden sind. Details wurden nicht genannt. Meldungen über mögliche Verletzte gibt es nicht.

Update 19 Uhr
Ein neues Erdbeben hat sich am Abend ereignet. Mit Magnitude 3.9 war es nach Angaben der Behörde in Athen etwa so stark wie die ersten Erdbeben in der Nacht. Die Erschütterungen waren erneut in Teilen aller drei Länder zu spüren.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): seit 1.Januar, 23:13 Uhr

Magnitude: bis 4,7

Tiefe: 5 - 10 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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