Starkes Erdbeben in Polen; auch in Deutschland spürbar; Bergleute verschüttet, 5 Verletzt

In Niederschlesien im Südwesten von Polen ereignete sich vor wenigen Minuten ein Erdbeben der Stärke 4,7. Das Erdbeben war sehr flach, daher hatte es vermutlich eine hohe Intensität, was zu Schäden führen kann. Eventuell war es auch noch in Teilen von Brandenburg und Sachsen spürbar. Morgen werden wir mehr dazu schreiben.

Update: Anhand unserer Zugriffe erkennen wir, dass das Erdbeben in Deutschland spürbar war.
Update 20. März:
In einer Kupfermine sind 19 Bergleute durch das Erdbeben verschüttet worden. Es besteht keinen Kontakt zu ihnen. Details später. (Dank an Alfred)

Update 06.14 Uhr: Die 19 Bergleute wurden vor einer Stunde gerettet. Sie sind unverletzt.

Update 06.21 Uhr:
Details zum Grubenunglück:
Während des Erdbebens befanden sich 42 Menschen in der polnischen Kupfermine „Rudna“. Die meisten von ihnen konnten sich während des Erdbebens alleine, teils mit Hilfe von Außen, aus der Mine retten. Mindestens 4 Bergleute wurden dabei verletzt und zwischenzeitlich ins Krankenhaus gebracht. 19 andere wurden in 1000 Metern Tiefe in einem einstürzenden Stollen verschüttet und erst heute Morgen, 7 Stunden nach dem Unglück, gerettet.

Update 06.45 Uhr:
Es kommt die Meldung, dass sich unter den geretteten mehrere Verwundete befinden. Zur Zeit werden alle im Krankenhaus untersucht.

An der Oberfläche ist es durch das Erdbeben auch zu leichten Schäden gekommen. Fenster gingen zu Bruch, Möbel fielen um. Details dazu sind noch nicht bekannt.

Update 09.25 Uhr:
Nur einer der 19 Verschütteten wurde ernsthaft verletzt. Er hat eine Wunde am Kopf erlitten. Damit erhöht sich die Zahl der Verletzten nach diesem Erdbeben auf 5.

Update 10.28 Uhr:
Einige Hausbesitzer berichten mittlerweile von leichten Gebäudeschäden am Epizentrum. Dabei handelt es sich aber meist nur um Risse im Putz. Über größere Schäden ist nichts bekannt. Wenn das Erdbeben von dem Bergwerk verursacht wurde, wird vermutlich auch nichts an die Öffentlichkeit dringen. Geld hat die Kupfermine ja genug.

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Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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