China: Erdbebenfurcht nach Krötenwanderung

Nahe der chinesischen Stadt Chengdu (Provinz Sichuan) wurde gestern ein vermehrtes Auftreten von Kröten  beobachtet. Dies wird von nicht wenigen Bewohnern als Anzeichen eines schweren Erdbebens gesehen.
Nach dem Erdbeben der Stärke 7,0 vor 5 Tagen, dass auch in Chengdu Häuser zerstörte und Opfer forderte, ging bereits im Internet ein Gerücht um, wonach Chengdu in den folgenden Tagen von einem Erdbeben der Stärke 9,3 verwüstet wird. Trotz Beteuerungen der Offiziellen, dass ein solches Gerücht nicht stimme, bleib die Angst erhalten. Nach der gestrigen Krötenwanderung ist sie wieder hochgekommen, vor allem da es heute morgen etwas entfernt zu einem weiteren, zerstörerischen Erdbeben kam (M 4,8). 
Seismologen erklärten, dass Kröten zwar zu den Tieren gehören, die Erdbeben vorher wahrnehmen können, dass aber ein massenhaftes Auftreten dieser Tiere nicht zwangsläufig ein schweres Erdbeben ankündige. 
Die chinesische Wildtierbehörde sagte zu dem Vorfall, dass eine Krötenwanderung zu dieser Jahreszeit vollkommen normal sei, da die Tiere zur Zeit laichen. 
The following two tabs change content below.

Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

Neueste Artikel von Jens Skapski (alle ansehen)

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte Anmelden um zu kommentieren
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei