Leichtes Erdbeben in Kolumbien beschädigt mindestens ein Gebäude

Ein Erdbeben der Stärke 2,0 (Tiefe: 4,4 Kilometer), dass sich gestern morgen um 7.39 Uhr MESZ in der Kolumbianischen Region Huila ereignete, hat mindestens ein Gebäude leicht beschädigt. Das Gebäude steht in dem Ort Guadalupe mit etwa 18.000 Einwohnern. Dieses Gebäude sollte bei der morgigen Regionalwahl als Wahllokal dienen. Weitere Schäden wurden nicht bekannt.

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Hintergrund:
Erdbeben der Stärke 2,0 richten für gewöhnlich keine Schäden an. Der Grund dafür, dass es in diesem Fall doch so war, ist bei einem früheren Erdbeben zu finden:
Am 16. November im Jahr 1827 ereignete sich ein Erdbeben der Stärke 7,0 in Kolumbien. Durch die Erdstöße wurde der Fluss, an dessen Ufern das ursprüngliche Guadalupe erbaut wurde, durch einen Erdrutsch aufgestaut. Der Damm brach am 10. Januar 1828. Die Flutwelle zerstörte die Stadt komplett.
Später wurde auf den Ablagerungen dieser Flut die neue Stadt errichtet. (Wikipedia)
Diese Ablagerungen sind dafür verantwortlich, dass das Erdbeben mit Epizentrum direkt unterhalb der Stadt deutlich intensiver spürbar waren, als eigentlich bei einem Erdbeben der Stärke zu erwarten ist.
Ähnliche Effekte traten in der Vergangenheit auch in Mexiko-City, Christchurch und am Niederrhein auf.

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Siehe auch:
15 Verletzte nach schwerem Erdbeben in Kolumbien (9. Februar 2013)

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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