Erdbeben im Süden des Iran – Schäden an Häusern

In der Südiranischen Provinz Hormozgan nahe der Grenze zu Kerman kam es um 10.01 Uhr MESZ zu einem Erdbeben der Stärke 5,0, dass nach vorläufigen Angaben der Iranischen Seismologiebehörde eine Tiefe von 10 Kilometern hatte. Das Epizentrum lag im Landesinneren, 80 Kilometer von der Straße von Hormuz entfernt. In der Nähe des Epizentrums gibt es keine größeren Städte, allerdings viele kleine Dörfer. Abhängig von der Tiefe sind dort Schäden möglich. Wir warten auf die ersten Berichte aus der Region…

Update: Es gab ein Nachbeben der Stärke 4.

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Update: Nach ersten Berichten aus der Epizentralregion kam es vereinzelt zu Erdrutschen. Es werden Beschädigungen an einigen Häusern und Mauern in ländlichen Siedlungen gemeldet.

Update: Mehr als Risse in ländlichen Häusern wurde bislang nicht gemeldet. Es gab keine Verletzten oder sonstige Auswirkungen, die humanitäre Unterstützung durch den Roten Halbmond nötig machen würden. In den Städten an der Küste wie Bander Jask, wo das Beben spürbar war, gab es keine Schäden.

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Update: Etwa 100 Gebäude, überwiegend aus Lehm und Stein gebaut, wurden bei dem Erdbeben beschädigt, teilweise zu bis zu 60% zerstört. Betroffen sind davon nur Dörfer am Epizentrum. Straßen wurden nicht verschüttet. 15 Familien wurden obdachlos und in Zelten untergebracht. Verletzte hab es nicht.

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Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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