Iran: Panik und leichte Schäden nach Erdbeben in Bojnurd

Die 192000-Einwohner-Stadt Bojnord in der Provinz Nord Khorasan im Nordosten des Iran wurde von zwei Erdbeben getroffen. Die beiden Erdstöße um 17.44 Uhr und 17.55 Uhr MESZ erreichten Magnitude 3,1 und 4,2. Diese hatten Tiefen von 13, bzw. 5 Kilometern. Das gefährliche an diesen Erdbeben ist, dass die Epizentren nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum von Bojnurd entfernt lagen. Daher kann nicht ausgeschlossen werden, dass es dort zu Schäden gekommen ist.
In den letzten Monaten kam es mehrfach vor, dass vermeintlich kleine Erdbeben im Iran zu Schäden geführt haben. Erst im Februar hat ein Erdbeben der Stärke 4,3, ebenfalls bei Bojnurd, zu Schäden an mehreren Bauernhöfen geführt.

Update: Nach ersten Medienberichten kam es zu Panik in Bojnurd. Menschen rannten aus ihren Häusern und versammeln sich auf Straßenkreuzungen oder in Parks aus Angst, dass ein weiteres, noch stärkeres Erdbeben kommt. Berichte über Schäden gibt es zur Zeit nicht.

Update 11. Mai:
Nach Medienberichten wurden durch die beiden Erdbeben einige längliche Gebäude leicht beschädigt. Verletzte gab es nicht.

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Siehe auch:
Erdbeben bei Bojnurd tötet 12 Nutztiere (12. Februar 2013)
Schäden und Verletzte bei mehreren Erdbeben im Iran (9. Februar 2013)

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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