Südeuropa: Leichte Erdbeben in Tourismusgebieten – Schäden in Spanien

Italien:
Vor der Küste der Region Marken an der Adria kam es um 7.44 Uhr zu einem leichten Erdbeben der Stärke 3.9. Italienische Behörden geben eine Tiefe von 6 Kilometern an. Das Epizentrum lag nur 20 Kilometern von der Küste entfernt. Dort befinden sich unter anderem der Ferienort Marcelli di Numana, sowie die Hafenstadt Ancona. An beiden Orten war das Beben eutlich wahrnehmbar. Schäden wurden vom Italienischen Katastrophenschutz noch nicht berichtet.

Spanien:
Das dortige Erdbeben ereignete sich bereits um 5.18 Uhr am frühen Morgen. Es hatte zwar „nur“ Magnitude 2.7, war aber aufgrund der geringen Tiefe von 4 Kilometern am Epizentrum deutlich spürbar (Zeugen geben beim EMSC Intensität V an). Dieses liegt in der Region Valencia, nahe dem Ferienort Guardamar del Segura, 10 Kilometer nördlich von Torrevieja. Das Beben war nach Zeugenberichten auch noch in der Stadt Alicante spürbar. Berichte über Schäden liegen nicht vor.
Bereits am Dienstag gab es vor der Küste der Region ein Beben der Stärke 2,5.

Portugal:
Im Norden des Landes war die historische Kleinstadt Ponte do Lima in der Region Viana do Castello betroffen. Das Erdbeben ereignete sich um 9.58 Uhr MESZ und hatte Magnitude 2,9. Schäden gab es nicht.

Update 16.52 Uhr:
In Spanien kam es um 15.24 Uhr zu einem weiteren Erdbeben, diesmal mit Magnitude 3,3. Es war aufgrund der geringen Tiefe ebenfalls sehr deutlich wahrnehmbar.

Update 14. Juni:
Wie Leser von EarthquakeReportberichtet haben, sind an mehreren Gebäuden in der Umgebung von Torrevieja (Spanien) durch das zweite Erdbeben Risse aufgetreten. In den Medien werden keine Schäden berichtet.
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Siehe auch:
Leichte Schäden nach Erdbeben im Osten der Türkei (12. Juni 2013)

Informationsquelle(n): EMSC, ilgiornaledellaprotezionecivile, Google Earth, Wikipedia, EarthquakeReport

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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