54 Verletzte bei Erdbebenübung an philippinischer Schule

Dieser Test ist nach hinten los gegangen. 

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Während einer Erdbebenübung an einer Schule in der philippinischen Stadt Baguio City nördlich von Manila wurden mindestens 54 Schüler verletzt. 21 von ihnen, überwiegend Schüler der 6. und 7. Klasse, erlitten bei der entstandenen Massenpanik Verletzungen an den Füßen. 30 weitere verloren das Bewusstsein, 3 Schüler erlitten Asthmaanfälle und mussten ins Krankenhaus. 
Die 600 Schüler der Schule wurden vor der Übung nicht darüber informiert. Entsprechend kam es zur Massenpanik, als heute um 11.30 Uhr Ortszeit der Alarm losging. In Erwartung, dass die Schockwellen eines schweren Erdbebens jede Sekunde eintreffen, stürmten die Schüler zu den Ausgängen der Schule.
Eltern kritisieren, dass ihre Kinder vorher nicht informiert wurden. Der Direktor der Schule weist darauf hin, dass Erdbeben ebenfalls ohne Vorwarnung auftreten und es keinen Sinn mache, Schüler vorher zu informieren. Der „Überraschungseffekt“ sei das Wichtigste an einer Übung.
Die unverletzten Schüler kehrten in den Unterricht zurück, nachdem sich der Schreck gelegt hat. 
Baguio City wurde im Jahr 1990 von einem Erdbeben der Stärke 7,8 getroffen und schwer verwüstet. Damals starben hunderte Menschen.
Auf den Philippinen und in vielen anderen Ländern finden regelmäßig in Schulen und anderen Einrichtungen Erdbebenübungen statt. Auch landesweite Erdbebenübungen gibt es, wie zum Beispiel in Kalifornien, oder in 2 Wochen in der chilenischen Region Tarapaca.
In Japan findet jedes Jahr am 1. September eine landesweite Erdbebenübung statt.

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Jens ist 25 und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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