"Falsches Erdbeben" löst Massenpanik aus

In der chinesischen Provinz Henan löste ein „falsches Erdbeben“ am Sonntag Vormittag eine Massenpanik aus.
Gegen 11 Uhr Ortszeit fing plötzlich ein fünf-stöckiges Bürogebäude in der Stadt Shifosizhen an zu schwingen. Fenster klirrten und Gegenstände bewegten sich. Für die 3000 Menschen, die sich zur Zeit des Ereignisses im Gebäude aufgehalten haben, blieb nur eine Erklärung: Erdbeben! 
Es kam zur Massenpanik. Alle versuchten den Ausgang zu erreichen, bevor das Gebäude einstürzt. Beim Rennen durch die Flure wurden mindestens 2 Menschen verletzt. 
Draußen angekommen, stellten die Menschen fest, dass sich kein Erdbeben ereignet hat. Im Nachhinein wurde bekannt, dass Bauarbeiten auf dem Nachbargrundstück für die Schwingungen verantwortlich waren.
Das Bürogebäude wurde erst im April in Betrieb genommen. Es wird nun geprüft, ob alle Vorschriften zur Statik des Gebäudes beim Bau eingehalten wurden und ob das Gebäude weiterhin genutzt werden kann.

Die Region im Shofisizhen wurde zuletzt im Jahr 46 n. Chr. von einem schweren Erdbeben getroffen. Es hatte damals Magnitude 6,5 (geschätzt) und richtete schwere Schäden im gesamten südlichen Henan an.
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Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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