Neues Erdbeben bei Groningen – Leichte Schäden

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Im Norden der niederländischen Region Groningen hat in der vergangenen Nacht um 3.12 Uhr erneut die Erde gebebt. Nach Angaben der Niederländischen Erdbebenwarte hatte das Beben Magnitude 3.0 und war damit das stärkste Erdbeben seit 6 Monaten. Das Epizentrum lag nahe des Ortes Leermens. Auch in Teilen der Stadt Groningen wurde das Erdbeben wahrgenommen. Bisher wurden noch keine Schäden gemeldet.
In den vergangenen Monaten wurde Groningen immer wieder von leichten Erdbeben erschüttert, die häufig zu teils größeren Gebäudeschäden führten. Ausgelöst werden die Erdbeben durch die Erdgasförderung. Erst vor kurzem hat die Regierung beschlossen, die Förderung zu reduzieren, um das Risiko weiterer Erdbeben zu senken.

Update 09.27 Uhr: 3 Personen meldeten bereits leichte Schäden an ihren Häusern. Da das Erdbeben ziemlich stark war, vermutlich MMI V, werden weitere Meldungen im Laufe des Tages erwartet.

Update 10.03 Uhr: Die Zahl der gemeldeten Erdbebenschäden ist angestiegen. Insgesamt 30 Häuser seien nun mindestens betroffen. Alle Meldungen kommen aus dem Bereich Loppersum. Bei den Schäden handelt es sich überwiegend um Risse in Mauern und beschädigte Fliesen.

Update 11.11 Uhr: Stand 10.30 Uhr wurden insgesamt 70 Gebäude beschädigt, wie nieuws.nl berichtet. Außerdem wurden Inspektionen an den Nordseedeichen durchgeführt, Schäden hat es dort aber nicht gegeben.

Update 18.30 Uhr: Mehr als 300 Häuser wurden beim Erdbeben beschädigt.

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Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.