Angst in Managua: Erdbeben vor der Küste Nicaraguas – Schulen beschädigt

Tausende Menschen in Managua wurden heue Mittag um 15.36 Uhr MEZ auf die Straßen getrieben, als sich ein Erdbeben vor der Pazifikküste von Nicaragua ereignete. Das Epizentrum lag 60 Kilometer von der Hauptstadt entfernt. USGS gibt das Beben der Stärke 5.2 mit einer Tiefe von 66 Kilometern an. Die Behörden von Nicaragua geben eine Tiefe von nur 20 Kilometern an. (Ebenfalls Magnitude 5.2)

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In Managua und anderen Städten wurden viele Menschen durch das etwa 15 Sekunden dauernde Beben verängstigt. Öffentliche Gebäude, vor allem Schulen, wurden evakuiert. Zwischenzeitlich brach das Mobilfunknetz zusammen.
Größere Schäden wurden bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht gemeldet. Nur an einer Schule in einem Vorort von Managua ist infolge des Bebens eine Mauer eingestürzt. An einer zweiten Schule, ebenfalls in Managua, wurden kleinere Schäden ohne Details gemeldet. Verletzt wurde nach aktuellen Angaben niemand.

Für die Schüler Managuas wurde dieses eher harmlose Erdbeben als Übung für den Ernstfall genommen: Managua gehört zu den erdbebengefährdetsten Städten der Welt und erlitt in der Vergangenheit mehrfach schwere Verluste. Ein neues zerstörerisches Erdbeben kann jederzeit passieren.

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Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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