Erdbebenschwarm in Nuevo Leon

Die Erdbeben, die die mexikanische Region Nuevo Leon im Nordosten des Landes in den vergangenen Tagen erschütterten, haben sich zu einem Schwarm entwickelt – mit vorläufigen Höhepunkt gestern Morgen Ortszeit, als ein Erdbeben der Stärke 4.2 registriert wurde.  Mehrere duzend Erdbeben hat es allein in den vergangenen Tagen gegeben, mehr als 80 seit Jahresbeginn. Nicht alle waren für die Bevölkerung spürbar, jedoch wurden bereits erste Schäden in umliegenden Städten gemeldet. 23 Häuser wurden bisher gemeldet, wo es zu strukturellen Schäden kam. Verletzt wurde bislang niemand. Die Ursache des Schwarms ist unklar. Der Katastrophenschutz hat die Menschen angewiesen, sich auf größere Erdbeben vorzubereiten, da man nicht wisse, wie sich die Situation weiter entwickeln werde.

Anzeige
-->

Nuevo Leon gehört zu den Regionen Mexikos mit der niedrigsten seismischen Aktivität. Um so überraschender ist die Häufung der Erdbeben in den letzten Jahren, wovon ebenfalls die Nachbarregion Tamaulipas betroffen ist. Das gefährliche daran ist vor allem die flache Tiefe, meist 3 bis 6 Kilometer.

Epizentralregion (rot)
Epizentralregion (rot)
The following two tabs change content below.

Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

Neueste Artikel von Jens Skapski (alle ansehen)

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte Anmelden um zu kommentieren
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei