Immer wieder gibt es Meldungen, dass selbst kleine Erdbeben, die im Normalfall von Menschen nicht mal wahrgenommen werden, zu Gebäudeschäden führen. Auch am Osterwochenende gab es wieder einen solchen Fall, betroffen war der Indische Staat Karnataka im Südwesten des Landes. Das Erdbeben am frühen Sonntagmorgen Ortszeit hatte nach offiziellen Angaben Magnitude 1.4 bis 1.5. Betroffen davon war der Ort Keralalusandra, etwa 60 Kilometer südlich von Banglaore (Bengaluru). Die Wand eines Wohnhauses stürzte infolge des Bebens ein. Verletzt wurde niemand. Auch in den umliegenden Dörfern wurde das Erdbeben wahrgenommen.

Experten konnten bis zu diesem Zeitpunkt nicht feststellen, ob es sich um ein tektonisches Erdbeben handelte, durch menschliche Aktivitäten (Bergbau, Sprengungen, etc.)  oder durch eine Doline verursacht wurde. Der Süden von Karnataka gehört zu den wenigen Regionen Indiens, in der es seit Beginn der Aufzeichnungen praktisch keine seismische Aktivität gab.

Karnataka

Von Jens Skapski

Betreiber von Erdbebennews seit 2013 als privates Informations- und Aufklärungsprojekt. Seit 2024 beruflich Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Universität Jena. Die Tätigkeit für Erdbebennews erfolgt privat und unabhängig von der beruflichen Tätigkeit.