Erdbeben in Afghanistan: Erdrutschgefahr!

Um 14.15 Uhr MESZ traf heute Nachmittag ein moderates Erdbeben den Norden von Afghanistan. Nach ersten Meldungen hatte das Erdbeben Magnitude 4.3, es ereignete sich in geringer Tiefe. Die Bergregion rund um das Epizentrum in der Region Sar-i Pul ist vergleichsweise dicht besiedelt. Entsprechend sind Gebäudeschäden durch das Beben möglich. Noch höher dürfte die Gefahr von Erdrutschen sein, die durch das Beben ausgelöst werden könnten. Nach dem tödlichen Erdrutsch mit bis zu 2000 Opfern am 2. Mai in der Region Badachschan (400 km östlich), und einem kleineren, aber ebenfalls tödlichen vor knapp 4 Wochen, der von einem Erdbeben mitverursacht wurde, besteht weiterhin hohe Gefahr. Das aktuelle Beben kann Einfluss darauf haben.

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Afghanistan

 

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Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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