Philippinen: Erdbebenserie auf Mindanao – Mindestens 4 Verletzte

Seit vergangener Nacht ereignet sich im Süden der philippinischen Hauptinsel Mindanao eine Erdbebenserie. Nach Beben der Stärke 4.7 und 4.6 in der Nacht, folgte am Morgen um 6.26 Uhr MESZ das bisher stärkste mit Magnitude 5.2. Das Epizentrum lag 20 Kilometer südlich der Stadt Kidawapan, wo Intensität V registriert wurde. In mehreren Dörfern nahe des Epizentrums wurden durch das stärkste der Beben größere Schäden festgestellt. Mindestens 17 Wohnhäuser wurden schwer beschädigt und gelten als akut einsturzgefährdet und unbewohnbar. 66 weitere, sowie eine Kapelle, wurden beschädigt. Drei Personen mussten mit Prellungen in Krankenhäusern behandelt werden, nachdem sie von umstürzenden Wänden getroffen wurden. Dass es nicht noch mehr Opfer gab, ist den schwächeren ersten Beben zu verdanken, die die Menschen aus ihren Häusern getrieben haben.

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Nach dem vermeintlichen Hauptbeben folgten mindestens 12 weitere spürbare Erdbeben mit Magnitude 2.4 bis 3.8. Alle Erdbeben gehen auf eine lokale Verwerfung zurück, und fanden nach Angaben von Phivolcs in Tiefen von weniger als 10 Kilometern statt.

Update 08.42 Uhr, 22. September
Die Zahl der Verletzten ist auf 4 gestiegen. Zudem wurde nach neuen Untersuchungen festgestellt, dass insgesamt 123 Häuser beschädigt und 32 weitere zerstört wurden. Für die betroffene Region wurde der Ausnahmezustand verhängt.

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Es wurden wissenschaftliche Untersuchungen angekündigt, die weitere Informationen über das Verwerfungssystem, welches für die Erdbebenserie verantwortlich ist, liefern soll. Bisher war dieses System unbekannt.

Davao

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Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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