Philippinen: Neue Erdbeben nordöstlich von Mindanao

Der Erdbebenschwarm vor der Nordostküste der philippinischen Insel Mindanao scheint sich fortzusetzen. Nachdem es im Mai und Juni bereits dutzende Erdbeben zwischen Magnitude 5 und 6 gegeben hatten, jeweils aufgrund der Distanz zur nächsten Küste ohne Schäden anzurichten, folgten nun, nach Monaten der relativen Ruhe zwei weitere Erdbeben dieser Größenordnung. Die Erdbeben ereigneten sich innerhalb von 2 Minuten um 9.32 Uhr und 9.34 Uhr MEZ, nach ersten Angaben von Geofon erreichten sie Magnitude 5.4 und 5.5. USGS nennt M 5.0 und 5.3. Von der philippinischen Erdbebenbehörde phivolcs werden M 4.4 und 5.0 angegeben. Das zweite Erdbeben war demnach im Nordosten von Mindanao mit geringer Intensität (III) spürbar.

Auch in diesem Fall muss aufgrund der großen Distanz zur nächsten Küste nicht mit Schäden gerechnet werden.

Im Nordosten von Mindanao subduziert die Philippinische Platte unter die Sunda Platte. In de Jahren 1980 und 1996 hatte es bereits ähnliche Erdbebenschwäme gegeben, damals allerdings mit deutlich größeren Magnituden (Bis M 6.6) und deutlich mehr Beben. Es ist möglich, dass sich der aktuelle Schwarm in den kommenden Wochen fortsetzt, auch größere Erdbeben über Magnitude 6 sind möglich. Größere Schäden treten erst ab etwa M 6.5 auf.

Mindanao

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Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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