Die Erdbebentätigkeit nahe der griechischen Insel Kefalonia hat in den letzten Tagen zugenommen. Nachdem es bereits Beben der Stärke 4.2 und 4.8 gegeben hat, folgte in der vergangenen Nacht um 0.15 Uhr ein Erdbeben der Stärke 5.0. Das Epizentrum des Bebens lag wie bei den voran gegangenen Ereignissen auch vor der Südküste der Insel. Auf der ganzen Insel, den Nachbarinseln und Teilen des Festlandes (u.a. Region Patras) waren die Erschütterungen wahrnehmbar. Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurden keine Schäden an Gebäuden gemeldet.
Nach Ansicht von Seismologen wird es in den kommenden Tagen weitere Erdbeben geben, mit noch stärkeren Ereignissen rechnen sie allerdings nicht. Ursprung der Erdbeben ist demnach eine reaktivierte Störungszone wenige Kilometer südlich der Insel, die von der Erdbebensequenz zu beginn des Jahres nicht betroffen war.

Kefalonia

Von Jens Skapski

31 Jahre alt (geboren 1994), seit 2013 Betreiber von Erdbebennews (privates Projekt), seit 2024 Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Uni Jena (beruflich).