Zwei moderate Erdbeben im Norden von Ungarn – Leichte Schäden

Das erste deutich spürbare Erdbeben Europas im Jahr 2015 traf den Norden von Ungarn. Das Beben ereignete sich um 7.42 Uhr in der Region Nograd an der Grenze zur Slowakei, knapp 60 Kilometer von der Hauptstadt Budapest entfernt und erreichte nach vorläufigen Angaben des ungarischen Erdbebendienstes Magnitude 3.9. In Nograd wurden in den vergangenen Jahren mehrfach leichte bis moderate Erdbeben aufgezeichnet. Einige von ihnen waren bis Budapest spürbar.
Die ländliche Bauweise in Teilen von Ungarn macht die meisten Gebäude anfällig für Erdbeben, entsprechend muss auch bei Erdbeben unter Magnitude 4 mit Schäden gerechnet werden.
Zuletzt kam es am 18. Januar 2014 zu einem Schadenbeben, ebenfalls in Nograd, dieses hatte Magnitude 4.4 und war das stärkste Erdbeben in Ungarn im vergangenen Jahr.

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Update 11.52 Uhr:
Um 11.45 Uhr folgte ein weiteres Erdbeben. Dieses wird derzeit mit Stärke 4,0 angegeben. Bereits vorhandene Schäden könnten dadurch vergrößert, neue Schäden verursacht werden

Update 12.59 Uhr
Durch das erste Erdbeben hat es nach Angaben von Betroffenen in mindestens 20 Fällen leichte Gebäudeschäden gegeben. Dabei handelt es sich um kleine Risse in Wänden, herabgefallenen Putz und beschädigte Fliesen, wie über Soziale Medien mitgeteilt wurde. Betroffen war unter anderem auch die Stadt Szécsény Größere Schäden wurden nicht festgestellt. Vom zweiten Erdbeben gibt es noch keine Berichte.

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Ungarn

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Jens ist 25 und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.
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