Kalifornien: Erdbebenschwarm östlich von San Francisco

Seit einigen Tagen wird in der Stadt Concord, 40 km nordöstlich des Stadtzentrums von San Francisco, ein leichter Erdbebenschwarm verzeichnet. Begonnen hat die Sequenz mit einem Erdbeben der Stärke 3.6 am 3. Mai, gefolgt von mehreren kleineren Beben bis M3.0 in den Stunden danach. Ein weiteres Erdbeben mit Magnitude 2.8 folgte am Abend des 4. Mai.
Heute lebte die Erdbebenaktivität wieder auf. Zwei Beben mit M 3.2 und 3.5 traten nach 16 Uhr MESZ auf, gefolgt von einem Beben der Stärke 2.7.
Die meisten der Erdbeben waren aufgrund der geringen Tiefe zumindest in Concord spürbar, die größeren bis an die Bucht von San Francisco. Laut USGS lagen die Epizentren im südlichen Stadtgebiet. Schäden wurden bisher nicht registriert.

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Ursprung des Erdbebenschwarmes könnte die parallel zur San Andreas Verwerfung verlaufende Concord-Verwerfung sein. Diese Störung gilt im Falle eines schweren Erdbebens als sehr gefährlich, da sie ausschließlich durch urbanes Gebiet, teils mit wichtiger Infrastruktur und Industrie verläuft. Das letzte schwere Erdbeben dort trat vor 400 Jahren auf. 1955 bebte es an der Concord-Verwerfung mit Magnitude 5.4, was einige Schäden verursachte.

Concord

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Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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