Leichtes Erdbeben nördlich von Gera

Wie heute bekannt wurde trat am Samstagabend im Norden von Thüringen ein leichtes Erdbeben auf. Der Erdbebendienst der Universität Jena registrierte Magnitude 2.3. Vom sächsischen Erdbebendienst wird sogar Magnitude 2.4 angegeben. Es ereignete sich um 18.11 Uhr MESZ, nur knapp 7 km nördlich vom Stadtzentrum von Gera.

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Aus dem 10 km entfernten Zeitz (Sachsen-Anhalt) erhielten wir kurz danach eine Meldung von einer Zeugin
„Ca. 17.30  Uhr  29.8.2015  dumpfer Schlag/Stoß brachte Gartenlaube zum Wackeln“

Weitere Informationen über Spürbarkeit des Erdbebens liegen uns nicht vor. Es scheint wahrscheinlich, dass es zumindest von einigen Personen in Gera wahrgenommen wurde. Schäden treten bei solch geringen Magnituden in der Regel nicht auf.

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Es ist das stärkste Erdbeben auf dem Landesgebiet von Thüringen in diesem Jahr. Zuletzt hatte es im Juni im Wartburgkreis ein bergbauinduziertes Erdbeben mit Magnitude 2.3 gegeben. Das aktuelle Erdbeben ist natürlichen Ursprungs. Gera gehört zu den erdbebengefährdetsten Regionen Deutschlands. Im Jahr 1872 wurden dort bei einem Erdbeben der Stärke 5.7 mehrere Menschen getötet und hunderte Gebäude beschädigt.

Gera

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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