Weitere starke Erdbeben erschüttern Nordosten von Australien

Update 1. August 07.20 Uhr
Zwei weitere größere Erdbeben trafen die Küste von Queensland am Samstagmorgen MESZ. Eines war sogar stärker als das Beben am Donnerstag, nach Angaben von Geoscience Australia.
Das erste um 5.38 Uhr erreichte demnach Magnitude 5.7, das zweite um 6.46 Uhr Magnitude 5.2. USGS gibt Magnitude 5.6, bzw Magnitude 5.2 an. Beide Erdbeben waren erneut entlang der Küste von Queensland deutlich, teils stark spürbar. Zeugenmeldungen gibt es von Gold Coast an der Grenze zu New South Wales bis nach Bundaberg im Norden. Zur Zeit gibt es noch keine Meldungen über Schäden oder sonstige Auswirkungen, außer dass einige Zuglinien kurzzeitig unterbrochen sind, um die Strecken auf mögliche Schäden zu untersuchen.

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Die Lage der Epizentren ist nahezu identisch mit dem Erdbeben am Donnerstag. (Siehe Karte Unten)


 

30. Juli 2015, 08.16 Uhr
Ein sehr seltenes Erdbeben trat um 1.41 Uhr MESZ vor der Küste des australischen Bundesstaates Queensland auf. Geoscience Australia registrierte das Beben mit Magnitude 5.3, USGS gibt sogar 5.7 an. Das Epizentrum lag am Kontinentalhang, knapp 120 km von der Küste entfernt. Viele Bewohner von Queensland nahmen das Beben als stark war. Spürbar waren die Erschütterungen entlang weiter Küstenbereiche von Brisbane und Gold Coast im Süden bis Bundaberg im Norden. Rund um Sunshine Coast wurden die stärksten Intensitäten wahrgenommen, teilweise dauerte das Erdbeben über 30 Sekunden, wie Zeugen beschreiben. Einige Objekte wurden dabei von Regalen geworfen, an einzelnen Gebäuden traten Risse auf. Größere Schäden wurden bisher nicht festgestellt, dennoch wurden vorsorglich einige Hochhäuser kurzzeitig evakuiert.

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Es war eines der stärksten Erdbeben, das den Bundesstaat Queensland je erschütterte.

Queensland

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Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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