Leichte Schäden durch Erdbeben in Kerman

Iran – Ein leichtes Erdbeben hat am Sonntag (18. Oktober) den Süden der Provinz Kerman erschüttert. Nach Angaben der iranischen Seismologiebehörde trat das Beben um 8.45 Uhr MESZ auf und erreichte Magnitude 4.4. Das Epizentrum lag nahe der Stadt Dschiroft. Auch in der Stadt Bam, die im Jahr 2003 von einem Erdbeben nahezu vollständig zerstört wurde, waren die Erschütterungen deutlich spürbar.
Der Katastrophenschutz des Irans hat nach dem Beben erste Rettungskräfte in die Region entsandt. Diese bestätigten, dass in Dschiroft einige alte Gebäude leichte Schäden erlitten haben. Lokale Behörden sprechen von weiteren Schäden außerhalb der Stadt, die zur Zeit weiter untersucht werden. Vorläufig gibt es keine Informationen über Verletzte.

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Kerman ist eine Provinz im Südosten des Iran, durch die sich viele große Störungszonen ziehen. Allein in den letzten 20 Jahren hat es dort vier schwere Erdbeben gegeben. Da sich dort auch mehrere große Städte befinden, kommt es gelegentlich zu katastrophalen Ereignissen, wie beim Erdbeben (M6.6) in Bam im Dezember 2003, wo etwa 30000 Menschen ums Leben kamen.

Am 31. Juli 2015 wurden bei einem Beben der Stärke 5,5 nahe der Stadt Sirch 27 Menschen verletzt.

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Iran

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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