Neues Erdbeben bei Auschwitz

Polen – Erst vor wenigen Wochen hat ein Erdbeben der Stärke 3.7 nahe der polnischen Stadt Auschwitz in der Region Kleinpolen zu teils schweren Gebäudeschäden geführt. Nun wiederholt sich das ganze.
Am Dienstagabend kurz vor Mitternacht wurde ein weiteres Erdbeben, erneut Magnitude 3.4 aufgezeichnet, nach Angaben des Geoforschungszentrums Potsdam.

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das Epizentrum lag im Dorf Libiaz, das bereits vor drei Wochen am Stärksten betroffen war, etwa 12 Kilometer nordöstlich von Auschwitz. Auch in den Städten Chrzanow und Ledziny waren die Erschütterungen deutlich spürbar. Zeugen direkt vom Epizentrum sprechen von starken Schlägen, die „Bilder von der Wand geworfen“ haben. Noch in der Nacht musste die Feuerwehr zu ersten Einsätzen ausrücken. An einem Haus stürzte ein Schornstein ein, der stabilisiert werden musste. Weitere Betroffene melden teils größere Risse in Wänden und Decken. Im Laufe des Tages ist mit weiteren Details der Schäden zu rechnen. Meldungen über Verletzte gibt es zur Zeit nicht. In Libiaz fiel aufgrund der Erschütterungen ein Kleinkind aus einem Etagenbett. Über den Zustand ist nichts bekannt. In Auschwitz hatten zwei Personen, die gerade an einem Tisch saßen, Glück: Ein Kronleuchter stürzte während des Erdbebens von der Decke und verfehlte beide nur knapp.

Beim Erdbeben am 30. September wurden insgesamt 145 Gebäude teils schwer beschädigt. Verletzt wurde niemand. Ursache dieser Erdbeben ist der Bergbau. Beben dieser Stärke waren in Kleinpolen bisher relativ selten. Häufiger treten sie im benachbarten Schlesien oder Niederschlesien im Südwesten von Polen auf.

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Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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