Leichtes Erdbeben in Nordbrabant

Niederlande – Das bisher stärkste tektonische Erdbeben des Jahres ist am Montagmorgen (30.) in den Niederlanden aufgetreten. Nach Angaben des belgischen Erdbebendienstes trat es um kurz vor 7 am Morgen auf. Es erreichte Magnitude 2.1. Das Epizentrum lag nahe der Kleinstadt Budel in Nordbrabant, wenige Kilometer von der belgischen Grenze entfernt und etwa 40 km nordwestlich von Heinsberg (NRW). Es ist das stärkste tektonische Erdbeben in den Niederlanden seit dem 25. Dezember 2014, wo ein M3.0 Teile von Drenthe erschütterte. Meldungen über Spürbarkeit gibt es nicht. Aufgrund der für Erdbeben am Niederrheingraben üblichen Tiefe von etwa 15 Kilometern, sind diese meist erst spürbar, wenn sie Magnitude 2 überschreiten.

[sc name=“Gespürt“]

Die Niederlande verzeichneten in den vergangenen Jahren vor allem induzierte Erdbeben im Raum Groningen im Norden des Landes. Diese verursachten bereits mehrfach im aktuellen Kalenderjahr Gebäudeschäden. Währenddessen war die tektonische Aktivität relativ niedrig.
Das stärkste Erdbeben in der Geschichte der Niederlande im Jahr 1992 traf die Stadt Roermond nahe der deutschen Grenze, etwa 30 km östlich des aktuellen Epizentrums und erreichte Magnitude 5,9.

Brabant

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Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.