Starkes Erdbeben in Oklahoma

USA – Das wohl zweitstärkste Erdbeben seit Beginn der Erdbebenaktivität in Oklahoma: Am Donnerstagmorgen um 8.42 Uhr erschütterte es weite Teile von Oklahoma und Kansas stark, auch im Norden von Texas waren die Auswirkungen noch deutlich spürbar. Nach ersten Angaben von Geofon erreichte das Erdbeben Magnitude 5.0 (Korrigiert von M5.7). Das Epizentrum lag nahe des Ortes Cherokee im Norden von Oklahoma. Präzisere Daten des USGS können deutlich anderen Werten abweichen.

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Update 20. November, 06.03 Uhr
Dutzende Hausbesitzer in Teilen von Oklahoma und Kansas berichten von (neuen) Rissen in ihren Häusern nach dem Erdbeben. Zudem gab es einzelne Wasserrohrbrüche, wodurch unter anderem ein Blumenladen überschwemmt wurde. Verletzt wurde beim Erdbeben niemand, auch größere Schäden gab es nicht. Als Konsequenz wurden zwei Injektionsbrunnen nahe des Epizentrums, an denen Flüssigkeiten, die bei der Erdgas- und Erdölförderung anfallen, in die Erdkruste entsorgt werden, vorsorglich geschlossen. Bei 23 weiteren wurde der Betrieb eingeschränkt. Die Injektionsbrunnen gelten als wahrscheinlichste Ursache für die Erdbebenaktivität in Oklahoma und Kansas.

Update 08.57 Uhr
USGS hat das Erdbeben mit Magnitude 4.7 bestätigt – deutlich schwächer als die Daten von Geofon angaben. Dennoch kann dieses Erdbeben größere Schäden verursachen. Die Erschütterungen waren bis Nebraska, Missouri, Arkansas und Iowa spürbar. Bewohner von Oklahoma City sprechen vom stärksten Erdbeben seit 2011.

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Update 10.24 Uhr
Einwohner von Wichita im Süden von Kansas berichten von einzelnen Rissen in Gebäuden durch das Erdbeben. Detaillierte Informationen zu den Schäden gibt es noch nicht.

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Die seit einigen Jahren vermehrt auftretenden Erdbeben in Oklahoma und Kansas sind folge der Injektion von Flüssigkeiten, die unter anderem bei der Erdgas- und Erdölförderung gebraucht werden, in Gesteinsschichten. Aufgrund der Erdbeben und der resultierenden Schäden wurden zuletzt, speziell im Norden von Oklahoma, vermehrt solche Injektionsbrunnen stillgelegt. Das stärkste Erdbeben im Jahr 2016 in Oklahoma erreichte Magnitude 5.8 und verursachte teils schwere Gebäudeschäden. Eine Person wurde verletzt. Das Jahr 2015 war mit über 850 Erdbeben über Stärke 3 in Oklahoma das erdbebenreichste in der Geschichte des Staates. Es wurden mehr Erdbeben registriert als im gleichen Zeitraum in allen anderen kontinentalen US-Bundesstaaten und Hawaii zusammen (ca. 700). Auch im Jahr 2016 blieb die Aktivität hoch. Immer mehr Experten gehen davon aus, dass die weiter zunehmende Erdbebenaktivität früher oder später zu weiteren schweren Erdbeben führen kann. .

Oklahoma

wird fortgesetzt…

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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