Österreich . Nach dem Erdbeben der Stärke 3.6 am 31. Januar geht die Aktivität in Vorarlberg weiter. Ein neues deutlich spürbares Nachbeben traf das Bundesland im Westen von Österreich am Mittwochabend (17. Februar) um 21.17 Uhr. Nach vorläufigen Angaben des Österreichischen Erdbebendienstes bei der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) erreichte es Magnitude 3.2. Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) gibt Magnitude 2.9 an. Bereits am Nachmittag wurde ein Mikrobeben der Stärke 1.7 registriert.

Das Epizentrum lag nahe des Ortes Dalaas, knapp 40 Kilometer von Oberstdorf (Bayern) entfernt. Rund um das Epizentrum, vor allem im Raum St. Anton, waren die Erschütterungen deutlich spürbar. Zeugen beschreiben, dass das Beben mit einem lauten Knall einherging. Mit Schäden wird nicht gerechnet.

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Zeugenmeldungen
Schröcken (als Kommentar)
Soeben war erneut ein kleines Beben zu verspüren. Wir sind zur Zeit in Schröcken und haben uns zunächst gefragt, ob es tatsächlich ein Erdbeben war. Nach den obigen Meldungen bin ich nun aber überzeugt, dass es sich um ein erneutes Nachbeben gehandelt haben muss. dies war so gegen 21:20 zu verspüren.

Silbertal
Ca. 21.20 Uhr – großer Knall, keine Schäden

Zuletzt hatte es am 6. Februar ein spürbares Nachbeben der Stärke 2.3 gegeben. Erdbeben um Magnitude 4 können über mehrere Wochen spürbare Nachbeben haben, sodass die aktuelle Situation nicht ungewöhnlich ist. Für gewöhnlich sind Nachbeben mindestens eine Größenordnung schwächer als das Hauptbeben, nur in Ausnahmefällen können diese ähnlich stark werden.

Vorarler

Von Jens Skapski

31 Jahre alt (geboren 1994), seit 2013 Betreiber von Erdbebennews (privates Projekt), seit 2024 Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Uni Jena (beruflich).

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