Erdbeben bei Eschweiler

Eschweiler – Ein leichtes Erdbeben hat sich am Montagmorgen an der Niederrheinischen Bucht ereignet. Wie der Geologische Dienst NRW registrierte, trat das Erdbeben um 8.15 Uhr bei Aldenhoven (Landkreis Düren) nördlich von Eschweiler, etwa 15 Kilometer nordöstlich von Aachen, auf. Es erreichte demnach Magnitude 2.3. Der Herd des Erdbebens lag in 16 Kilometern Tiefe. Ein zweites Erdbeben mit Magnitude 1.9 folgte um 8.20 Uhr.
Uns liegen zur Zeit keine Meldungen über Spürbarkeit vor. In der Regel können Erdbeben über Stärke 2.0 von einzelnen Menschen wahrgenommen werden, wenn die Tiefe zwischen 10 und 20 Kilometern liegt. Mit Schäden ist bei solchen Erdbeben nicht zu rechnen.

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Ursprung der Erdbeben ist vermutlich die kleine Sandgewand-Störung, die mit Fallrichtung nach Nordosten von Hürtgenwald bis zur niederländischen Grenze bei Alsdorf verläuft.

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In den vergangenen Jahren war die Erdbebenaktivität an der Niederrheinischen Bucht sehr gering, sodass kaum größere Erdbeben verzeichnet wurden. Das aktuelle Beben der Stärke 2.3 ist somit das stärkste dort seit dem Jahr 2013.
Die Sandgewand-Störung hat im Gegensatz zu den größeren Nachbarn Erftsprung und Feldbisssprung in historischer Zeit keine größeren Erdbeben hervorgebracht. Nur im 19. Jahrhundert hat es entlang der Störung drei kleinere Erdbeben gegeben.
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Esch

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Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.
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