Erdbebenschwarm im Osten von Thüringen

Greiz – Am 15. April setzte im Landkreis Greiz im äußersten Osten von Thüringen ein Erdbebenschwarm ein, der möglicherweise noch andauert. Vom Thüringer Erdbebendienst wurden bisher nur Daten bis zum Morgen des 18. April ausgewertet. In dieser Zeit traten in der Gemeinde Seelingstädt 39 Erdbeben auf. Mindestens vier davon waren stärker als Magnitude 1:

M1.3 um 16.43 Uhr am 15. April
M1.7 um 16.44 am 15.
M1.1 um 16.47 am 15.
M1.8 um 19.25 am 15.
M1.1 um 06.52 am 18.

Von den Erdbeben ereigneten sich neun am 18., acht am 17. und 22 am 15. April. Der Erdbebenschwarm setzte sich auch am 19. fort. Insgesamt registrierten Stationen über 50 Erdbeben. Uns liegen keine Informationen über Spürbarkeit vor.

[sc name=“Gespürt“]

Bereits in den vergangenen Monaten hat es zwischen Zwickau und Gera mehrfach kleine Erdbebenschwärme gegeben, darunter am 1. Januar 2016, am 29. August 2015 und am 30. Mai 2015. Der aktuelle Schwarm ist deutlich stärker als die vorherigen.
Die Region grenzt nördlich an das Vogtland an, wo es regelmäßig intensive Erdbebenschwärme gibt.

[sc name=“Deutschland“]

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Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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