Verletzte bei Erdbeben auf Hokkaido

Japan – Die nördliche Hauptinsel Hokkaido wurde am Donnerstagmoren (MESZ) von einem starken Erdbeben getroffen. Nach Angaben der Japanischen Meteorologiebehörde (JMA) erreichte es Magnitude 5.3. Das Epizentrum lag im Süden der Insel nahe der Stadt Hakodate, etwa 130 Kilometer südlich von Sapporo. Der Herd des Erdbebens lag in nur 11 Kilometern Tiefe.
Ursprung des Erdbebens ist eine lokale Störungszone. Dadurch war die Intensität des Erdbebens sehr hoch. An einer Station der JMA wurde Intensität 6- (dritthöchste Stufe) auf der JMA-Skala registriert. Dabei können teils schwere Schäden auftreten.
Nach ersten Untersuchungen des Katastrophenschutzes hielt sich der Schaden jedoch in Grenzen. Mehrere Gebäude erlitten kleinere Schäden. Der Betrieb des Flughafens und des Nahverkehrs in Hakodate läuft weiter, nachdem keine Schäden festgestellt wurden. Auch nahe gelegene Atomkraftwerke waren nicht betroffen. Eine Bewohnerin (82) eines Pflegeheimes erlitt leichte Kopfverletzungen, als sie von einem herunterstürzenden Deckenteil getroffen wurde.
Dem Erdbeben gingen einige Stunden zuvor zwei kleine Vorbeben voraus. Die Nachbebenaktivität war bisher gering. Behörden warnten, dass Nachbeben Schäden verursachen könnten, falls das Epizentrum näher an Hakodate liegt. Auch Erdrutsche seien möglich.

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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