Moderates Erdbeben vor der Küste von Italien (Marken) – Schäden an einer Kathedrale

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Vor der Küste der italienischen Region Marken, nur wenige Kilometer von der Hafenstadt Ancona entfernt, kam es um 3.32 Uhr zu einem Erdbeben der Stärke 4,9. Es folgten Nachbeben bis Magnitude 4,0. Das Hypozentrum des Hauptbebens lag in 8,4 km Tiefe.
Entlang der gesamten Küste von Marken, sowie in Teilen von Umbrien und den Abruzzen war das Beben deutlich spürbar. Es kam verbreitet zu Panik. Menschen befinden sich noch immer auf den Straßen aus Angst vor Nachbeben. Bislang wurden von den zuständigen Behörden keine Schäden registriert.

Vor der Küste von Ancona ist bereits seit einigen Wochen, beginnend mit einem Beben der Stärke 3,9 am 14. Juni, eine erhöhte Aktivität zu verzeichnen.

Update 09.10 Uhr:
Bislang wurden keine Gebäudeschäden gemeldet. Auch größere Nachbeben gab es in den letzten Stunden nicht.

Update 11.50 Uhr:
Medien berichten noch immer von Panik und Menschen auf den Straßen, teils auch aus Angst vor einem Tsunami, bei einem möglichen weiteren Erdbeben.
Zudem sollen viele Touristen in den frühen Morgenstunden direkt nach dem Erdbeben ihren Urlaub abgebrochen haben.
Unterdessen werden Schäden an der Kathedrale von Osimo bei Ancona gemeldet. Ein Teil der Decke ist abgebrochen und in den Innenraum gestürzt.

Update 12.56 Uhr:
In Loreto, 15 Kilometer vom Epizentrum entfernt, brach infolge des Erdbebens eine Wasserleitung.

Update 18.56 Uhr:
Neben der Kathedrale soll auch ein Hochhaus in Ancona leicht beschädigt worden sein.

Es ist vermutlich aufgefallen, dass die Berichterstattung über dieses Erdbeben weniger ausführlich ist, als normalerweise bei ähnlichen Beben in Italien. Dies liegt zum Einen am schweren Beben in Wellington heute morgen, das bei uns Priorität hat, und zum Anderen daran, dass dieses Erdbeben hier ohne Folgen blieb und daher auch nicht viel zu berichten ist. Wir bitten um Verständnis.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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