Starkes Erdbeben in Griechenland – Hunderte Häuser beschädigt (mit Video) ; Steinschläge und Stromausfälle ; 2 Verletzte – Starke Nachbeben am 9. August

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Das aktuellste Update befindet sich am Ende des Berichtes

7. August
Etwa 120 km nordwestlich von Athen kam es um 11.07 Uhr zu einem Erdbeben der Stärke 5,5 (vorläufige Angabe der Uni Thessaloniki). Es hatte eine Tiefe von 5 Kilometern. 4 Minuten zuvor gab es bereits ein Vorbeben der Stärke 4,1.
Das Beben war in Athen deutlich spürbar.
EMSC nennt aktuell Stärke 5.3, USGS und die Türkischen Behörden 5,1.

Update 11.26 Uhr:
EMSC hat die Angabe auf Magnitude 5,1 korrigiert, während das Vorbeben nun mit Magnitude 4,3 angegeben wird.
Es gab ein erstes Nachbeben der Stärke 3,7.

Update 11.32 Uhr:
Das Epizentrum liegt in einer dicht besiedelten Region. Die Großstadt Lamia liegt nur 30 km vom Epizentrum entfernt.

Update 11.37 Uhr:

Epizentralregion

Nach ersten Medienberichten brach an vielen Orten nahe des Epizentrums Panik aus. Die Menschen in Lamia und Umgebung rannten auf die Straßen. Informationen über Schäden liegen noch nicht vor.

Update 11.46 Uhr:
Das griechische Institut für Geodynamik gibt nun Magnitude 5,1 und eine Tiefe von 17 km an. Dies dürften die richtigen Daten sein.

Update 11.54 Uhr:
Die Polizei von Lamia hat in den Bergen nahe der Stadt Steinschlag gemeldet. Details dazu sind nicht bekannt.

Update 12.00 Uhr:
Aus der Stadt Amfikleia südlich des Epizentrums werden eingestürzte Schornsteine und Risse in Mauern
von einigen Gebäuden gemeldet.

Dörfer in der Nähe des Epizentrums

Update 12.08 Uhr:
Um kurz vor 12 ereignete sich ein Nachbeben der Stärke 4,0.

Update 12.15 Uhr:
Im Dorf Drimea ist ein altes, zweistöckiges Gebäude eingestürzt. Dieses war unbewohnt. Im Dorf Thermopylen wurde ein Gebäude von einem Felssturz getroffen. Informationen über Verletzte gibt es nicht.

Update 12.23 Uhr:
Weitere kleine Gebädeschäden werden aus verschiedenen Dörfern am Epizentrum, unter Anderem Regkini und Komnina, gemeldet, teils bedingt durch Steinschläge. Auch Stromausfälle sind aufgetreten.

Update 12.41 Uhr:
Auch Touristen an einer der heißen Quellen in der Region wurden von dem Erdbeben böse überrascht, als es plötzlich anfing „Steine zu regnen“. Informationen über Verletzte liegen nicht vor.

Update 15.47 Uhr:
Es gibt keine Berichte über weitere Schäden. Bilder aus Drimea zeigen, wie verheerend so ein eigentlich moderates Erdbeben sein kann, wenn die Bauweise nicht stimmt. (noch ein Bild) Griechenland gilt zwar überwiegend als sicher gebaut, jedoch findet sich abseits der Touristenzentren immer noch viel traditionelle Bauweise, wie auch in Italien. Drimea und die anderen Dörfer gehören dazu. Entsprechend traten Schäden an vielen Gebäuden auf.

Epizentren der Erdbeben

Update 15.51 Uhr:
Ein größeres Nachbeben mit Magnitude 4,6 traf die Region um 15.44 Uhr. Dabei sind weitere Schäden möglich.

Update 15.57 Uhr:
Das Epizentrum des Nachbebens lag nach ersten Angaben einige Kilometer weiter südwestlich, nur 6 km von Amfikleia entfernt.

Update 16.15 Uhr:
EMSC nennt aktuell Magnitude 4,8, das seismologische Institut der Uni Thessaloniki sogar M 5,0.
Auch das Nachbeben war in Athen spürbar.

Update 16.33 Uhr:
Das Nachbeben wird von den griechischen Behörden nun mit Magnitude 4,7 und einer Tiefe von 14 km angegeben.

Update 16.51 Uhr:
Beim Hauptbeben wurden mindestens 2 Menschen verletzt. Dabei handelt es sich um Bauarbeiter, deren Gerüst während des Erdbebens umstürzte.

Update 17.13 Uhr:
Mittlerweile wird von vielen beschädigten Häusern berichtet, dass sie unbewohnbar seien. Anfangs ging man davon aus, dass überwiegend nur leichte Schäden auftraten. Aber nun zeigt sich das ganze Ausmaß des Erdbebens, wobei mögliche Schäden durch das Nachbeben noch nicht mit einbezogen sind.

Update 17.39 Uhr:
Ein Video, dass die Erdbebenschäden und Zeugenaussagen (auf griechisch) zeigt.

Update 17.56 Uhr:
Gebäudeschäden wurden aus folgenden Dörfern gemeldet: Regkini, Mendenitsa, Anavra, Drimea, Tithroni, Kato Tithorea, Kamena Vourla und Agios Charalampos.

Update 19.30 Uhr:
Noch eine Zusammenstellung von Bildern:
Link 1 Link 2 Link 3 Link 4 Link 5 Link 6 Link 7
Wir bitten um Verständnis, dass wir die Bilder nicht auf dieser Seite zeigen können, da wir die Urheberrechte nicht verletzten wollen.

Update 21.02 Uhr:
Und noch ein 4er um 20.44 Uhr MESZ. Vorläufig wird Magnitude 4,4 angegeben. (wobei die Uni Thessaloniki nur M 3,5 angibt) Dieses war wahrscheinlich nicht in Athen spürbar.

Update 21.06 Uhr:
Medien berichten, dass durch das Hauptbeben etwa 300 Gebäude beschädigt wurden. Zwei (leerstehende) Wohnhäuser sind eingesturzt.

Update 9. August, 13.53 Uhr:
Ein weiteres starkes Nachbeben hat sich soeben ereignet. Es hatte Magnitude 4,6, nach vorläufigen Angaben.
Auch dieses Erdbeben war wieder deutlich der der Hauptstadt Athen spürbar. Möglich, dass es am Epizentrum zu weiteren Schäden gekommen ist.

Update 14.12 Uhr:
USGS nennt für dieses Erdbeben sogar Magnitude 5,0. EMSC hat auf 4,8 nach oben korrigiert.

Update 14.23 Uhr:
Das Epizentrum des Nachbebens liegt nur 2 km östlich des Epizentrums vom Hauptbeben, südlich des Ortes Regkini.

Update 15.04 Uhr:
Noch ein Nachtrag zum Hauptbeben: Heute wurde bekannt, dass 60 der Gebäude, die beim 5,1 Erdbeben beschädigt wurden, unbewohnbar sind. Vor allem Gebäude im Dorf Drimea sind betroffen.

Update 15.17 Uhr:
Griechenland kommt nicht zur Ruhe, das nächste Beben vor wenigen Minuten (15.10 Uhr). Nach vorläufigen Angaben hatte es Magnitude 4,7. (Uni Thessaloniki nennt M 5,0) Auch dieses war in Athen spürbar.
Kurz darauf, um 15.14 Uhr, nochmals Beben der Stärke 3,9.

Update 15.31 Uhr:
Es scheint klar zu sein, dass die Menschen in der betroffenen Region zur Zeit ziemlich besorgt sind. Aktuelle Medienberichte darüber gibt es nicht. Stattdessen wird die Angst vergrößert, in dem Professoren zitiert werden, die im Jahr 2013 ein schweres Erdbeben in Griechenland erwarten. Schlechter Zeitpunkt für so eine Meldung.

Update 16.43 Uhr:
Wie griechische Medien unter Berufung auf Zeugenaussagen berichten, wurden durch die heutigen Erdbeben weitere Häuser beschädigt. Unter anderem soll ein Balkon eingestürzt sein.

Update 13. August 07.35 Uhr:
Weitere Inspektionen der Schäden haben ergeben, dass mindestens 350 Gebäude so schwer beschädigt wurden, dass sie als unbewohnbar gelten. Behörden erwarten, dass die Zahl der schwer beschädigten Gebäude auf über 500 steigen wird.
Neben Wohnhäusern wurden auch 4 Kirchen, eine Schule und eine Burg beschädigt.

Update 18. August 14.28 Uhr
Seit Tagen mal wieder ein größeres Beben, Magnitude 4,0 wird vom EMSC gegeben. Seismogramme zeigen, dass es zudem weiterhin eine hohe Zahl an kleinen Beben gibt.

wird fortgesetzt… (aktualisieren)

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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