Mindestens 37 Verletzte bei Erdbeben in der chinesischen Provinz Yunnan – Viele tausend Gebäude beschädigt oder zerstört

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Ein starkes Erdbeben traf in der vergangenen Nacht um 0.40 Uhr MESZ den Norden der chinesischen Provinz Yunnan. Nach Angaben der chinesischen Behörden hatte das Erdbeben Magnitude 5.3. USGS und Geofon geben Magnitude 5.4 an. Das Epizentrum des Bebens lag nahe der Großstadt Yongshan (440000 Einwohner) im Norden von Yunnan an der Grenze zur Nachbarprovinz Sichuan.

Rettungskräfte wurden von der Regierung ins Epizentralgebiet entsandt. Aktuelle Meldungen nennen, dass mindestens 10 Menschen verletzt wurden. 2 davon schwer. Mindestens 20 Häuser wurden vom Erdbeben komplett zerstört, weitere sind beschädigt. Eine genauere Auswertung der Schäden ist im Gange.

Zudem gab es verbreitet Erdrutsche und Steinschläge. Mehrere Straßen sind blockiert, teilweise wurden Autos von herabstürzenden Gesteinsbrocken getroffen oder nur knapp verfehlt.

Update 15.12 Uhr
Mindestens 25 Menschen wurden nach aktuellen Angaben verletzt, vier von ihnen schwer. Etwa 844 Häuser sind beim Erdbeben zerstört worden, 2731 weitere wurden beschädigt. Knapp 21.000 Menschen mussten evakuiert werden. Die genauen Schäden werden weiterhin überprüft. Weitere Korrekturen (nach oben) könnten folgen.

Update 6. April, 10.42 Uhr
Die Zahl der Verletzten ist auf 26 gestiegen (5 Schwerverletzte). Insgesamt sind nac aktuellen Angaben 1651 Häuser beim Erdbeben zerstört worden. 7393 erlitten schwere Schäden, 13209 Häuser leichte Schäden. In 10 Städten und 70 Dörfern sind insgesamt 68.000 Menschen betroffen, die evakuiert werden mussten. Zudem sind 699 Viehställe beschädigt worden, 178 Nutztiere wurden dabei getötet.

Update 7. April, 16.26 Uhr
Die neuen (und hoffentlich nicht weiter steigenden) Zahlen aus dem Erdbebengebiet: 37 Menschen wurden verletzt, 5 schwer. Mehr als 2000 Häuser sind eingestürzt, zehntausende beschädigt. 71000 Menschen sind betroffen, 21000 mussten evakuiert werden. Die Auswirkungen sind größer als durch das Erdbeben und den Tsunami in Chile (M 8.2).

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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