Erdbeben im Norden von Kreta

Griechenland – Ein moderates Erdbeben nahe der griechischen Insel Kreta hat am Freitag (1.) weite Teile der Insel erschüttert. Das Epizentrum lag im Ägäischen Meer zwischen Kreta und der Vulkaninsel Santorin. Nach vorläufigen Angaben des Erdbebendienstes in Athen erreichte das Beben Magnitude 4.5. Der Herd des Bebens lag etwa 60 Kilometer unter dem Meeresboden. Aufgrund der Tiefe waren die Erschütterungen auf den umliegenden Inseln, vor allem in der kretischen Hauptstadt Iraklion deutlich zu spüren. Auch in Chania im Westen der Insel, wo in den vergangenen Wochen ein Erdbebenschwarm aufgezeichnet wurde, war das Beben spürbar. Schäden sind infolge des Erdbebens nicht zu erwarten.

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Erdbeben im Süden von Griechenland gehen in der Regel auf die Subduktionszone zurück, an der sich die Afrikanische unter die Ägäische Platte schiebt. Vor allem von Kreta bis Rhodos kommt es immer wieder zu teils starken Erdbeben. In den letzten 2000 Jahren haben mehrfach schwere Erdbeben bis Magnitude 8 die Region erschüttert und verheerende Tsunamis ausgelöst, die noch in Ägypten Städte zerstörten. Tiefe Erdbeben wie das aktuelle treten in der Regel nur an Subduktionszonen auf.


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Kreta

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Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.