Schweres Erdbeben vor Vanuatu

Vanuatu – Im Meer vor Vanuatu hat sich in der Nacht zu Freitag ein schweres Erdbeben ereignet. Das Epizentrum lag etwa 100 Kilometer östlich der unbesiedelten Vulkaninseln Hunter und Matthew. Nach Angaben des United States Geological Survey erreichte das Erdbeben Magnitude 7.2. Zunächst hatte das USGS Magniutde 7.6 angegeben, diesen Wert aber später korrigiert. Rund um das Epizentrum befinden sich keine besiedelten Inseln. Die Erschütterungen waren mit geringer Intensität auf manchen Inseln von Vanuatu, Fidschi und Neukaledonien spürbar. Mit Schäden ist dabei nicht zu rechnen.

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Zunächst gab es eine Warnung vor einem potentiell destruktiven Tsunami für diese drei Regionen, die aber nach der Korrektur der Magnitude aufgehoben wurde. Kleinere Tsunami-Wellen seien aber immer noch möglich gewesen. Bisher gibt es keine Meldungen, dass Tsunamis beobachtet wurden.

Mehrere Nachbeben folgten, das stärkste mit Magnitude 5.4

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Vanuatu ist eines der erdbebengefährdetsten Länder der Erde. Entlang einer Subduktionszone, wo sich die Indo-Australische Platte unter die Pazifische und die Neue Hebriden Platte schiebt, kommt es häufig zu schweren Erdbeben und vulkanischer Aktivität. Große Teile Vanuatus sind dünn besiedelt und die größeren Orte sind entsprechend der Erdbebengefahr mit sicheren Bauwerken ausgestattet, sodass es in der Regel nicht zu größeren Schäden kommt. Besonders an Vanuatu sind die teils schwarmartig auftretenden Starkbeben. Diese Erdbebensequenzen mit mehreren starken Erdbeben hat es in den vergangenen Jahren mehrfach in Vanuatu und angrenzenden Gebieten gegeben. Beispiele dafür sind die Sequenzen sind im Februar 2013 und September 2011, wo binnen weniger Tage / Wochen drei oder mehr Erdbeben über Stärke 7 registriert wurden. Drei Erdbeben über Stärke 7.5 traten binnen einer Stunde am 7. Oktober 2009 auf. Solche Sequenzen sind in Vanuatu häufiger als an anderen Orten der Welt.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

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Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 03:26 Uhr, 12. August

Magnitude: 7.2

Tiefe:

Spürbar: ja

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: aufgehoben (für Fidschi, Vanuatu und Neu-Kaledonien)

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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