Verletzter bei Erdbeben in Hokkaido

Share Button

Japan – Bei einem relativ starken Erdbeben im Norden von Japan ist am Samstag mindestens eine Person verletzt worden. Das Erdbeben ereignete sich nach Angaben der japanischen Meteorologiebehörde (JMA) um 16:45 Uhr MESZ (22:45 Uhr Ortszeit) in der Präfektur Hokkaido nahe der Millionenstadt Sapporo. Es erreichte Magnitude 5.3. Da der Erdbebenherd in vergleichsweise geringer Tiefe lag, wurden rund um das Epizentrum mit Intensität 5- starke Erschütterungen gemessen.
Wie die Katastrophenschutzbehörde in einer ersten Statusmeldung mitteilt wurde mindestens eine Person bei dem Erdbeben leicht verletzt. Dabei handelt es sich um eine 68-jährige, die offenbar auf der Treppe gestürzt ist und Gesichtsverletzungen erlitten hat. Meldungen über Schäden gibt es bislang nicht. Allerdings soll es an einzelnen Orten kurzzeitige Stromausfälle gegeben haben. Medien berichten zudem, dass es durch das Erdbeben zu Verzögerungen im Bahnverkehr gekommen ist.

Wenig später, um 00:58 Uhr Ortszeit (17:50 Uhr MESZ), folge an der Grenze der japanischen Präfekturen Kumamoto und Oita im Süden des Landes (Insel Kyushu) ein weiteres Erdbeben gleicher Intensität. Es erreichte Magnitude 4.5 und der Erdbebenherd lag in 9 Kilometern Tiefe. Über mögliche Auswirkungen wurde bislang nichts bekannt. Das Epizentrum lag innerhalb der Caldera des Vulkans Aso. Ein Zusammenhang mit vulkanischer Aktivität wurde ausgeschlossen.

Die Intensität von Erdbeben in Japan wird mit der Shindo-Skala beschrieben und basiert auf der gemessenen Bodenbeschleunigung. Die Skala reicht von 1 bis 7 mit Untergliederung in „Upper“ (+) und „Lower“ (-) der Werte 5 und 6. In der Regel kann ab einem Wert von 5- mit ersten kleineren Schäden an Gebäuden gerechnet werden. Größere Schäden treten ab 6- auf. Der höchste Wert 7 auf der Skala beschreibt meist schwere Zerstörungen und wurde in den vergangenen Jahren nur zweimal erreicht: Beim Tohoku-Erdbeben (M9.1) 2011 und beim Kumamoto-Erdbeben (M7.3) 2016.

Hokkaido

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Anzeige

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 1. Juli 16:45 Uhr

Magnitude: 5.3

Tiefe: 23 km

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

Wenn Ihnen unsere Webseite gefällt, können Sie diese Arbeit mit einer Spende unterstützen. Weitere Infos dazu.

Kumamoto

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Anzeige

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 1. Juli 17:58 Uhr

Magnitude: 4.5

Tiefe: 8 km

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: wahrscheinlich

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

Wenn Ihnen unsere Webseite gefällt, können Sie diese Arbeit mit einer Spende unterstützen. Weitere Infos dazu.

In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

Beiträge der gleichen Kategorie

Hunderte Todesopfer: Schweres Erdbeben nahe Mexiko... Mexiko - Weite Teile des Landes wurden am Abend von einem schweres Erdbeben erschüttert. Das Epizentrum lag im Bundesstaat Puebla im Zentrum des Lande...
Erdbeben erschüttert Paraná Brasilien - Kurz nach Mitternacht (Ortszeit) hat ein ungewöhnlich starkes Erdbeben die Einwohner des brasilianischen Bundestaates Paraná im Süden des ...
Starkes Erdbeben erschüttert Xinjiang China - Ein starkes Erdbeben hat am Mittag (MESZ) den westen Chinas erschüttert. Der chinesische Erdbebendienst gibt die Stärke mit 5,7 an. Das Epizen...
Erdbebenserie erschüttert Lima Peru - Eine Erdbebenserie hat den Bewohnern der Peruanischen Hauptstadt Lima einen unruhigen Morgen beschert. Wie die peruanische Erdbebenbehörde regi...
The following two tabs change content below.

Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

Neueste Artikel von Jens Skapski (alle ansehen)