Andauernder Erdbebenschwarm in Idaho

USA – Knapp neun Tage ist er schon alt, zeigt aber noch keine Spuren von Erschöpfung. Mit insgesamt 270 registrierten Erdbeben (Stand: 11. September, 15:40 Uhr MESZ) spielt sich im US-Bundesstaat Idaho zur Zeit ein recht großer Erdbebenschwarm ab. Der Beginn des Schwarmes am 2. September ging mit einem Beben der Stärke 5.3 einher, das auch jenseits der Staatsgrenzen zu spüren war, aber keine Schäden angerichtet hat. Es folgten weitere Beben in den Stunden danach, das stärkste mit Magnitude 4.5, bevor die Aktivität ein wenig zurückgegangen ist. Ein erneutes Aufleben erlebte der Schwarm an diesem Wochenende. Mit Magnitude 4.7 kam es am Sonntagvormittag (10 September, MESZ) zum zweitstärksten Beben. Stärke 4.6 und 4.5 folgten am Sonntagmittag und Montagnachmittag.

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Der gesamte Erdbebenschwarm spielt sich in der Basin and Range Province ab. Ein Bereich in den Rocky Mountains, wo sich die Erdkruste dehnt, was zur Bildung von Grabenstrukturen führt, die besonders in Nevada stark ausgeprägt sind. Neben Nevada gehören auch Teile von Kalifornien, Oregon, Idaho, Wyoming, Utah und Arizona zu diesem geologischen Gebiet, in dem es häufig zu teils größeren Erdbeben kommt, die, so wie in diesem Fall, gelegentlich als Schwarm auftreten.

Ursprung des Erdbebenschwarmes sind Störungszonen nördlich des Bear Lakes nahe der Stadt Soda Springs. Zunächst kam es zur Aktivität unmittelbar am Ostrand der Stadt. Die neueren Erdbeben haben sich entlang der Störung um rund 15 Kilometer nach Süden verlagert, sodass inzwischen ein größeres Gebiet aktiv ist. Dabei liegen die Erdbebenherde in ca. 5 bis 10 Kilometern Tiefe, wie es für die Grabenstrukturen der Basin and Range Province üblich ist. Ein Zusammenhang mit möglicher vulkanischer Aktivität besteht nicht.
Wie bereits erwähnt hat der Erdbebenschwarm bislang nicht zu Schäden geführt, da die Region relativ dünn besiedelt ist. In den kommenden Tagen sind weitere Erdbeben wahrscheinlich. Auch größere sind nicht auszuschließen.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): Seit 2. September

Magnitude: bis M5.3

Tiefe: 5 bis 10 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: unwahrscheinlich

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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