Schweres Erdbeben auf den Kurilen – kleiner Tsunami an der russischen Küste

Im Süden der Russischen Inselgruppe Kurilen kam es heute morgen um 5.05 Uhr zu einem Erdbeben der Stärke 7,2. Nach Angaben des USGS lag das Hypozentrum des Bebens in einer Tiefe von 122 Kilometern. Auf der Insel Urup, die direkt am Epizentrum liegt, wurde MMI VI registriert. Auch in weiten Teilen von Japan, unter anderem auch in Tokyo, 1500 km südlich vom Epizentrum, war das Erdbeben spürbar. In Teilen von Hokkaido wurde maximal JMA Intensität 4 registriert. Dies führt im Normalfall nicht zu Schäden, jedoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass einige Menschen in Panik gerieten und sich dabei verletzten.

Messbojen vor der Küste bestätigen die Entstehung eines kleinen Tsunamis mit einer Wellenhöhe von einigen Zentimetern. Gefährlich ist dieser nicht.

Update 14.46 Uhr:
Eine 20 Zentimeter hohe Tsunami-Welle hat die russische Küste getroffen. Es kam nicht zu Schäden.

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Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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