Drei schwere Erdbeben südlich von Samoa – Keine Tsunamigefahr

Binnen weniger Minuten traten am Montagvormittag MESZ zwei starke bis schwere Erdbeben südlich des pazifischen Inselstaates Samoa auf. Das erste Erdbeben der Stärke 5.6 trat um 9.56 Uhr auf. Das zweite um 10.18 Uhr wird vorläufig vom USGS mit Magnitude 6.8 angegeben. Geofon nennt Magnitude 6.2. Die Epizentren beider Erdbeben lagen etwa 150 km südlich von Samoa. Schäden durch das Erdbeben sind somit sehr unwahrscheinlich. Sollte sich Magnitude 6.8 bestätigen könnte ein kleiner Tsunami ausgelöst worden sein, von dem aber keine Gefahr ausgeht. Eine Warnung wurde nicht herausgegeben.

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Update 11.02 Uhr
Ein drittes Erdbeben, ebenfalls Magnitude 6.8 nach vorläufigen Angaben des USGS, trat um 10.48 Uhr MESZ auf. Geofon nennt Magnitude 6.4. Das Epizentrum lag an gleicher Stelle wie bei den vorherigen Beben.

Update 11.08 Uhr
Tsunami Bojen vor der Küste Samoas registrierten keine Auffälligkeiten. Somit kann ein Tsunami durch die Magnitude 6.8 Erdbeben ausgeschlossen werden. Die Intensität der Erdbeben war jeweils gering. Nur IV laut Zeugen aus Samoa.

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Vor der Küste von Samoa subduziert die Pazifische Platte unter die Tongaplatte. Im Jahr 2009 kam es dabei zu einem Erdbeben der Stärke 8.1, das einen verheerenden Tsunami verursachte, wo mehrere hundert Menschen starben.

Samoa

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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